Neue Finanzsysteme – die „zartesten Versuchungen“, seit es Münzen und Wechsel gibt…

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Bild: Pixabay

Es ist schon spannend: Kaum einen halben Tag, nachdem ich ein paar Zusammenhänge zum Thema Geld niedergeschrieben hatte in einem Blogbeitrag hier, erreichte mich der Hinweis eines vertrauenswürdigen Freundes auf ein einschlägiges Video, das für eine reformierte Weltökonomie und Finanzwelt wirbt. Für „gutes Geld“ also. Misstrauisch fragte ich mich einmal mehr: WAS wird uns hier angeboten? Brauchen wir wirklich ein neues FINANZSYSTEM?

Das Zauberwort heißt NESARA und steht für „National Economic Security And Reformation Act“, was übersetzt „Nationales Wirtschafts- Sicherheits- und Reform-Gesetz“ bedeutet. Ich selber kam damit erstmals im April 2013 in Berührung, über einen Beitrag vom 03.02.2003, in dem Joe Conrad die Geschichte von NESARA erläutert.

Im Video wird aus NESARA dann GESARA gemacht, also eine globale Finanz-Reform. Nun soll es (fast) soweit sein, dass NESARA/GESARA die erhofften Früchte trägt. Aber was könnte das für uns als Menschheit am Ende bedeuten, wenn es wirklich dazu kommt?

Ich möchte aus diesem aktuellen Anlass etwas tiefer einsteigen. Offenbar ist Dies wichtig: Ich möchte aus meiner Sicht erläutern, womit wir es – mindestens seit 2013 übrigens – in unterschiedlichster Erscheinungsform letztlich zu tun haben, wenn über Finanz-Crash, Strohmannkonten, Manipulationen hinter den Kulissen usw. spekuliert wird. UND über NESARA/GESARA.


Übersicht

Bestandsaufnahme: diverse „Wohlstands-Angebote“
Zugang zu den „Strohmannkonten“ und der UCC
SwissIndo und die Wohlstandskonten
OPPT – The “One People Public Trust”
WiRe-Bank und ähnliche „Wertschöpfungsverfahren“
Rabatt- bzw. Bonuskartensystem: Empfehlungsmarketing generiert „Wert“?
Kryptowährungen und Quantencomputer
Was haben die eben aufgezählten, neuartigen Finanzmarktinstrumente gemeinsam?
Auf den Punkt gebracht: Es bleibt überall bei der Bewertung!
SCHENKEN! – kann das und WIE kann das funktionieren???
Geldgeschäfte fortsetzen oder menschliche Beziehungen leben?
SCHENKGESELLSCHAFT: Ja… so kann es gelingen, oder?
SCHENKEN also
Weiterführende Texte


Der Anlass: Ein Video…

…das erst am 26.08.2018 auf Youtube veröffentlicht wurde:
Vorfreude auf ein neues Finanzsystem“…
Es hat heute bereits immerhin rund 32.000 views, über 850 likes, über 7.150 AbonnentInnen und gut 200 Kommentare– nach gut drei Wochen! Ihr findet es HIER:

Worum geht es darin? Es werden einige – übrigens aus meiner Sicht nicht durchgehend sauber dokumentierte – Ereignisse genannt und interpretiert, die alle mit Veränderungen der internationalen Währungs‑ und Geldtransfersysteme zu tun haben (sollen). Belassen wir es einfach dabei, denn auch ich bin kein Finanzexperte. Und um das Prinzip zu erkennen, auf das ich später hinweisen will, genügt es.

Bestandsaufnahme: diverse „Wohlstands-Angebote“

Wir haben uns bereits im Sommer 2013 in einer damals sehr aktiven Gruppe, die sich über den WSE-Blog zusammen gefunden hatte und begann, gemeinsamzu arbeiten und sich intensiv auszutauschen, miteinander über die Themen Geld, Finanzen, Strohmannkonten usw. Gedanken gemacht.

Ich kann mich erinnern, schon damals sinngemäß zu folgender Erkenntnis gekommen zu sein:
Im Moment gibt es eine Reihe von Angeboten, um uns als Menschheit im „Geldspiel“ festzuhalten – und das geht eben nur, in dem wir uns aus freiem Willen dafür entscheiden.

Um uns Dies leichter zu machen, wurden entsprechend verführerische Angebote gemacht. Die auf den ersten Blick alle miteinander aussehen, als ob in ihnen die Lösung läge, um die Ungleichverteilung von Eigentum und Vermögen zu beenden.

Da Viele von Euch die Dinge im Groben kennen, verwende ich nur Stichworte zur Charakterisierung, skizziere jeweils nur den Kern der Angebote:

Zugang zu den „Strohmannkonten“ und der UCC

Ich nenne es „das 100.000 Dollar-Angebot“.
Es wird von einigen 100.000 Dollar bis mehreren Millionen US-Dollar an „Wert“ je Mensch ausgegangen, abhängig von Standort und Qualifikation eines Menschen. Diese seien auf einem Strohmannkonto hinterlegt. Regierungen, Banken und andere Unternehmen machen damit ihre Hintergrund-Geschäfte; verborgene Schattenkonten also. Weiter wird gesagt, das genau seien die Sicherheiten, die die Banken für die Staats-Kredite und für die Geldschöpfung erhielten.

UCC (Uniform Commercial Code), das internationale Handelsrecht, sei der Rahmen für diese „Spielvariante des Finanzwesens“. In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf diese – geheimen – sog. „Strohmannkonten“ gelungen sein, hauptsächlich in den USA.

Aus den USA war auch letztmals im vergangenen Jahr zu lesen, dass es tausendfach zur erfolgreichen Verknüpfung von Paypal-Konten mit dem eigenen Strohmannkonto gekommen sein soll. Paypal hat daraufhin seine AGB’s geändert und die allermeisten darüber ausgelösten Buchungen wurden rückabgewickelt.
ABER: Nur wenn derartige Konten wirklich existieren, konnten Paypal-Konten damit verbunden werden! Ein immerhin sehr interessantes Ergebnis also.

Auch mittels recht komplizierter Verfahrensabläufe (Accepted for Value usw.) soll es möglich sein, zumindest öffentliche Forderungen wie Steuern ebenfalls mit einem solchen Konto gegen buchen, also „bezahlen“ zu lassen.

SwissIndo und die Wohlstandskonten

Ich nenne Dies „das Millionen Dollar-Angebot“.
Ebenfalls im Sommer 2013 wurden zunehmende Aktivitäten einer Organisation Namens „SwissIndo“ bekannt. Sie hat seitdem immer wieder, mit etwas unterschiedlichen Modellen und Protagonisten und zunehmend professionell aufbereitet dafür geworben, an einer Art Wohlstands-Rentensystem teilzunehmen. Karin Kolland war damals eine der Unterstützerinnen. Wer den Suchbegriff „Swissindo“ goggled, erhält dazu zahlreiche, teils auch sehr aktuelle Treffer.

Allen Teilnehmenden würden, sobald alles geregelt sei, aus einem – goldgedeckten – Millionenvermögen je Berechtigtem monatliche Renten von mehreren 1000 EUR ausgezahlt, lebenslang und weltweit. Ohne Bedingungen. Das Ganze wurde vage mit dem Zugriff auf globale Goldvermögen etc. begründet, die Wurzeln wurden in einer Verbindung des Indonesischen Königshauses mit dem Schweizer Bankensystem vermutet. Daher auch die Namensgebung SwissIndo.

OPPT – The “One People Public Trust”

Ich nenne es „das Milliarden Dollar-Angebot“.
Ausgeführt wurde das Ganze von drei US-amerikanischen Trustgründern. Unter ihnen auch Heather Ann Tucci Jarraf, dem Hören-Sagen nach eine ehemalige UCC-Anwältin. Sie bereitete über Jahre die juristisch-formale „Pfändung der ganzen Welt“ vor und setzte diese zum Jahreswechsel 2012/13 um. Mit einer Reihe sog. „UCC-filings“.

Im Frühjahr/Sommer 2014 habe ich Heather in Marokko, Aouchtam auch persönlich kennen gelernt – und herausgefunden, dass wir am selben Tag Geburtstag haben! Eine absolut spannende Verbindung also.

Diese juristische Vorgehensweise, das Erwirken eines Pfandrechts auf sämtliche Globalen Vermögen, wurde im Namen von und Zugunsten des einzig zu diesem Zweck gegründeten „OPPT“ – The One People Public Trust (Die öffentliche „Ein Volk-Stiftung“) durchgeführt.

Klar, faktisch kann sich damit überhaupt nichts bewegen, da ja alle dazu nach geltendem Recht autorisierten Institutionen wie Regierungen, Gerichte, Polizei, Militär usw. vollstreckt und ihre Vermögen eben gepfändet wurden bzw. operativ gepfändet, also vollstreckt werden sollten. Es ist aus meiner Sicht daher eher ein weiteres – sehr juristisch geprägtes – Bild für die Möglichkeit der globalen Selbstbefreiung aller Menschen.

Bereits im März 2013 wurde der OPPT dann aufgelöst; zugunsten der gesamten Menschheit. Und damit wurde der gesamte, weltweite „Wert“ an Vermögen durch die „Trustees“ an alle Menschen zurück gegeben. Das errechnete „Vermögen“ beträgt laut der getroffenen Annahmen mindestens 5 Mrd. US-Dollar je Mensch der heutigen Weltbevölkerung (!) plus der Möglichkeit, aufgrund direkter persönlicher Schädigungen durch die gepfändeten Institutionen bis zu weitere 5 Mrd. US-Dollar als Kompensation zu erhalten. Was für Zahlen!

Das Missverständnis bestand und besteht bis heute meiner Ansicht nach darin, dass einige davon informierte Menschen nun „ihre“ Milliarden an Geldvermögen beziehen wollen – irgendwie und irgendwo. Oder erreichen wollen, dass Forderungen zumindest gegen dieses Milliardenvermögen verbucht und sie folglich nicht mehr mit Rechnungen aller Art belastet werden.

Wie ICH Heather verstand und verstehe, ging und geht es ihr eben gerade NICHT um diese Art von Geldwert, sondern um die Symbolik der Rückgabe, der Befreiung von dieser Ungleichverteilung und der beWERTung aller Materie.

WiRe-Bank und ähnliche „Wertschöpfungsverfahren“

Ebenfalls 2013 und schon einmal zuvor kam ich u.a. mit der WiRe-Bank in Berührung. Hierbei wird jedem Kunden, soweit ich es nachvollziehen kann, mittels dieser Bank eine eigene „Wertschöpfung“ ermöglicht. Ein Vorgang also, der bisher den Banken vorbehalten war (Fiat-Geld, Giralgeld…).

Das Besondere: Es handelt sich um keine – zurückzuzahlenden – Kredite oder Darlehen der Bank, sondern um eine direkte Übertragung von eigenem „Wert“ in Geld. Zu diesem Zweck wurden von der WiRe-Bank zunächst Schecks, später auch Kontokarten ausgegeben.

Ich habe allerdings von keinem Fall gehört, dass eine andere Bank einen solchen Scheck annahm und auch letztlich eingelöst hätte. Weiß in der Leserschaft Jemand von Erfolgen- belegbar? DAS wäre hoch interessant als Kommentar!

Rabatt- bzw. Bonuskartensystem: Empfehlungsmarketing generiert „Wert“?

Fast parallel zu diesem Hype um die WiRe-Bank kam ich zweifach mit einer weiteren Spielart eigener Wertschöpfung bzw. passiven Einkommens der besonderen Art in Berührung. Eine Art „Metalevel des Empfehlungsmarketings“, kombiniert mit Rabattsystem würde ich es nennen.

Hier ging es um kein eigenes physisches Produkt, was über MLM (Multi-Level-Marketing) Verbreitung finden sollte, wie es sich z.B. bei Tupperware, AVON-Kosmetik usw. seit Jahrzehnten im Direktvertrieb bewährt hat. Es handelte sich um ein System von Mitgliedschaft, welches mit Plastik-Karten funktionieren sollte. Empfehlungen waren ein Teil des Konzepts.

Für das System gewonnen werden sollten neben VerbraucherInnen als „Kunden“ mehr und mehr und immer bedeutsamere Handelspartner aller Sparten bis hin zu Banken, Ölkonzernen und Energieunternehmen, die im Gegenzug zur Gewährung von Rabatten ab wenigen bis zweistelligen Prozent bzw. Sonderkonditionen anderer Art allen teilnehmenden Mitgliedern des Systems empfohlen werden sollten. Logischerweise sollte das Bezahlen dann ebenfalls mittels des Karteneinsatzes funktionieren – also ausschließlich bargeldlos! Ob wohl deshalb auch Banken als Partner Interesse zeigten???

Die Differenz zum üblichen Endkundenpreis sollte über komplexe Rechenverfahren durch ein Provisionskonzept allen am Geschäft beteiligten Vermittlern über mehrere „Generationen“ passives Einkommen bescheren. Deren Leben sollte lt. Selbstdarstellung durch dieses „passive Einkommen“ mehr und mehr zumindest grundfinanziert werden – ohne weitere eigene Aufwendungen für das System und die darin u.a. gehandelten monatlichen „Verbrauchsprodukte“ wie zur Gesundheitssteigerung.

Außerdem gab es noch „Feigenblätter“ im System wie einen Umwelt- und einen Sozialfonds, in welche intern Anteile jedes Handels abgeführt werden sollten für entsprechende Projektfinanzierungen.

Allerdings: Auf die Frage, wer denn am Ende dieses Geld generiert, was da verteilt wird, auf wessen „Kosten“ dies in der sog. „Wertschöpfungskette“ letztlich ginge, wenn überall mit der Mitgliedschaft günstiger eingekauft UND zugleich auch noch Provisionen ausgeschüttet würden, erhielt ich auch bei hartnäckigerem Intervenieren keine befriedigende Antwort von den Protagonisten… Das bleibt also ungeklärt. Den gegenwärtigen Status kenne ich leider nicht. Mir geht es allerdings auch hier mehr um das Prinzip, die Spielart eines Finanzsystems.

Kryptowährungen und Quantencomputer

Ich würde dieses Phänomen ganz kurz gefasst und etwas salopp so übersetzen: Durch Rechenleistung Wert generieren. Nun, selbstverständlich steckt erheblich mehr dahinter. Allerdings erscheinen mir diese Details für meine Betrachtung im Moment nicht so relevant zu sein.

Ein wichtiger Unterschied zum Bankengeld besteht darin, dass den Kryptowährungen nachgesagt wird, sie seien grundsätzlich von Jedem generierbar. Wenn das erforderliche Wissen und die Technologie zur Verfügung stehen. Sie seien zudem anonym und damit ersteinmal auch unanfällig für den Zugriff der Finanzbehörden. Und Alle können damit Vermögen anlegen und vermehren – im Rahmen der Reglements selbstverständlich.

Auch die Konvertierungsmöglichkeit in übliche Geldwährungen schreitet mehr und mehr fort. Die herkömmlichen Banken sind also den Entwicklungen offenkundig gefolgt. So entstanden und entstehen nach dem wohl meistbekannten Vorreiter „Bitcoin“ inzwischen hunderte, wenn nicht gar tausende solcher digital erzeugter Währungen. Und je leistungsfähigere Rechner bzw. „Server-Farmen“ diese generieren, umso effektiver und ertragreicher dürfte das Ganze für einen Investor werden. Schon ab einigen tausend EUR Investition in Hardware kann man daran unmittelbar mitverdienen.

Und als Allerwichtigstes wird hervorgehoben: Bei Kryptowährungen handelt es sich um kein Geld, das aus Schulden entstand und demzufolge ist es auch seiner Natur nach mit keinen Zins‑ und Zinseszinszahlungen belastet – WERT, der im traditionellen Bankengeld-System nie generiert wurde und wird.

Dieser neuen Form des Handels wird aus ganz konventionellen Fachkreisen als künftiges Finanzsystem eine glänzende Zukunft vorausgesagt; mit dem Potenzial, die heute üblichen Bankensysteme früher oder später abzulösen.

So weit so – NICHT – gut. Meiner Ansicht nach. Das werde ich nun ausführen.

Was haben die eben aufgezählten, neuartigen Finanzmarktinstrumente gemeinsam?

Ich lehne mich einmal sehr weit aus dem Fenster: Für MICH war bereits 2013 und heute noch deutlicher erkennbar, dass es sich um verschiedene Spielarten eines Überlebenskampfes handelt, für den das Finanzwesen in allen seinen – auch scheinbar neuen hier angedeuteten – Erscheinungsformen am Ende stellvertretend, symptomatisch steht.

Mit den drei erstgenannten Optionen bekommen wir eine neue Art von Geldherkunft angeboten, ohne dass erkennbare Gegenleistungen gefordert würden. Also eine geldbasierte, im Grunde bedingungslose Grundversorgung wird uns angeboten. Es handelt sich lediglich um unterschiedlich hohe Beträge bzw. Betragniveaus. Banken sind dabei allenfalls noch als Auszahlungsstellen des jeweiligen „Wertes“ vorgesehen.

Die WiRe-Bank warb damit, dass sie eine Schnittstelle entdeckt habe und anbiete, über die ALLE selber die Funktion einer Bank ausüben könnten, ihren „Wert“ in Geldbeträge umzuwandeln, also in übliche Zahlungsformen. Ohne Kreditaufnahmen, ohne Bankguthaben, ohne weitere Verpflichtungen.

Das über Empfehlungsmarketing zu verbreitende „Rabatt- bzw. Bonuskartensystem“ lockt einerseits mit Sparmöglichkeiten für NutzerInnen, andererseits zusätzlich damit, dass nach und nach, je mehr Verbreitung das Kartensystem findet, alle Menschen (und dann auch Unternehmen) realisieren würden, dass sie kein Geld mehr benötigen – weil sie nun direkt über das Kartensystem „Handel treiben“. Auch hier soll also das Bankengeld und dessen Mechanik – bargeldlos – ersetzt werden.

Mit Kryptowährungen erfahren wir – so schätze nicht nur ich es ein – die langfristig flächendeckende Einführung von bargeldlosem Handel. Die bargeldlose, also digitale Finanzwirtschaft, vor der Alternative bis heute so sehr warnen, wird also im Grunde durch ein mit Gewinn‑ und scheinbaren Freiheitsaussichten „vergoldetes Hintertürchen“ eingeführt. Mehr und mehr springen auch „Erwachte“ aus meinem Umfeld auf diesen Zug auf. Das finde ich sehr ernüchternd.

Auf den Punkt gebracht: Es bleibt überall bei der Bewertung!

Was ALLE vorgestellten Ansätze, so alternativ und altruistisch sie im Einzelfall zunächst erscheinen mögen gemeinsam haben, das ist nach meiner Einschätzung das Festhalten am Konzept der Bewertung. Es kann mit etwas unterschiedlichen Instrumenten nach einem einheitlichen Maßstab weiterhin Wert zugemessen werden. Sei es herkömmliches Geld, Gold, Perlen, Hosenknöpfe; seien es digitale Währungen, sei es ein Zahlkarten- und Rabattsystem… Es läuft ALLES auf BeWERTung hinaus.

Bewertung heißt für mich hier also: Unterschiedliche Dinge, Qualitäten, Leistungen werden über einen einheitlichen „Maßstab“ in ein direktes Verhältnis zueinander gesetzt; und zwar egal, ob Dies angemessen ist oder auch nicht. So funktionieren sowohl Handel als auch Tausch.

Ich lese hieraus also ab, wo wir als Menschheit letztlich momentan stehen: GELD und Finanzwesen sowie deren Krisen sind lediglich Ausdruck für unser übermächtiges Bedürfnis nach BEWERTUNG! Es spielt auch am Ende kaum eine Rolle, für welche der oben skizzierten Formen einer reformierten Art der BEWERTUNG wir uns letztlich entscheiden würden, so lange wir innerhalb dieses BEWERTUNGSKONZEPTES verharren.

Im Grunde können wir dieses Konzept des Bewertens wohl zugleich auch als eine weitere Betrachtungsweise Dessen ansehen, was wir auch als „MATRIX“ bezeichnen oder als die „3D-Realität“.

Und dieses Paradigma der unablässigen Bewertungen, die wir bewusst wie auch unbewusst permanent vornehmen, kämpft in Wahrheit ums Überleben – IN UNS!!!
Es ist ein bisher wohl weitgehend unerkannter Zwang, dem wir da folgen!

SCHENKEN! – kann das und WIE kann das funktionieren???

In einem vorangegangenen Beitrag habe ich im zweiten Teil bereits kurz ausgeführt, dass es dazu eine wunderbare Alternative gibt und wie diese aussehen könnte. Ich weise dort auch auf die Schlüsselqualitäten hin. Als Kontrast zur BEWERTUNG führe ich dabei eine Grundhaltung der WERTSCHÄTZUNG ein; welch ein grundsätzlicher Unterschied! UND ich weise dort auch auf die Bedeutung der BEDINGUNGSLOSIGKEIT hin. Ich gebe hier erneut die Essenz wieder:

Bedingungsloses SCHENKEN als natürliches Prinzip:

  • Braucht ein Apfelbaum eine Erlaubnis zum Wachsen?
  • Bezahlt er für den Standort, die Nährstoffe, das Wasser, das Sonnenlicht?
  • Fragt er danach, was er dafür bekommt, wenn er nun reichlich Äpfel ansetzt und reifen lässt?
  • Stellt er IRGENDWELCHE Bedingungen an sein SEIN?
  • Wie ist das mit der Natur? Mit den Mineralien, den Pflanzen, den Tieren?
  • Bezahlen die?
  • Stellen sie Bedingungen?
  • Wirken sie nicht dennoch wunderbar zusammen? Und das intelligenter und vielschichtiger, als wir Menschen es uns jemals ausdenken können werden?
  • Warum also stellen wir Menschen uns abseits dieser verknüpften und miteinander stets kooperierenden Geflechte von vielfältigsten Beziehungen???
  • Sind wir etwa NICHT Teil der Natur?
    Sind wir etwa NICHT Teil des Lebens?

Geldgeschäfte fortsetzen oder menschliche Beziehungen leben?

Um uns auf ein bedingungsloses Schenken einlassen zu können, heißt das dann zugleich auch

  • VERTRAUEN entwickeln, als erste Voraussetzung dafür; unsere Zellen müssen erst wieder wissen, dass das Leben IMMER für uns sorgt und dass die Welt ein sicherer Ort ist! Es ist ein Naturgesetz – in MEINER Realität jedenfalls
  • Unsere Ängste erkennen und damit umgehen
  • Um etwas zu bitten, was wir benötigen
  • Für etwas zu danken (von ganzem Herzen am besten!), was wir erhalten haben
  • Wahrzunehmen, was unsere eigenen Bedürfnisse sind, auch im Ausdruck, im TUN
  • Bedürfnisse Anderer erkennen zu lernen, am besten im direkten Abgleich
    mit unseren eigenen!
  • Selber zu geben, was wir gerade gerne geben möchten, ausschließlich freiwillig! Denn: Das Geben ist eigentlich ein natürliches Bedürfnis des Menschseins, unser SELBSTausdruck!
  • Gaben, Hilfen usw. Anderer annehmen
  • Wertschätzung zu erlernen (NICHT mehr BeWERTung!), auszudrücken und auch anzunehmen – denn davon lebt diese Form des Miteinanders

SCHENKGESELLSCHAFT: Ja… so kann es gelingen, oder?

Ich habe einmal den etwas provokativen Satz geformt und verwende ihn seitdem gerne:

„Es gibt kaum etwas Unsozialeres, als seine eigenen Bedürfnisse
nicht zu kennen und Anderen mitzuteilen“

Warum? Klingt ungewohnt, oder? Auch etwas verdreht im Vergleich zu dem, was wir mal gelernt haben, richtig?

Wer meinen Ausführungen oben gefolgt ist wird erkannt haben: Selbstausdruck ist aus meiner Sicht eine entscheidende Antriebsfeder für unser ursprüngliches, unkonditioniertes Handeln! Dies ist umso motivierender, wenn Andere für meinen Ausdruck auch einen Bedarf, ein Bedürfnis haben und wenn ich, als natürliche Reaktion auf deren Erfüllung, für MEINEN Selbstausdruck damit auch Anerkennung in meinem Umfeld erhalte.

DANN, so kennt Ihr es vermutlich selber, schenken wir von Herzen und besonders gern! Dies ist also aus meiner Sicht ein natürliches Bedürfnis und Aspekt sozialer Teilhabe. Das Miteinander reguliert sich zudem ganz natürlich: Damit fühle ich mich zugehörig zu meinem sozialen Umfeld! Zugleich habe ich dann auch funktional einen Platz darin. Der sich auch jederzeit natürlich ändern darf – abhängig von der Entwicklung meiner eigenen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Neigungen.
SELBSTbestimmt und nicht FREMDbestimmt!
Ohne gesellschaftliche Vorgaben oder Anforderungsprofile.
SO macht es die Natur – aus meiner Sicht…
Eines dient dem Anderen und zusammen drehen alle Rädchen rund…

SCHENKEN also…

bedingungslos… ohne alle Erwartungen (denn nur dann ist es im Grunde ein „echtes“ Geschenk)… und im Vertrauen ins Leben… DAS ist eine Lösung, oder? Um auf das „Macht‑ und Bewertungsmittel“ Geld endlich verzichten zu können…

Aus meiner Sicht liegt also genau darin die Lösung:
im bedingungslosen Schenken!
Und aus dieser Sozialisierung des Schenkens kommen wir auch, wir MENSCHEN!
Und sind den größeren Teil der Menschheitsgeschichte so miteinander umgegangen.
Das ist historisch belegbar.

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Weiterführende Texte

Auch andere AutorInnen (und zahlreiche gemeinschaftserfahrene PraktikerInnen!) haben sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen einer „Schenkgesellschaft“, also einer Gesellschaftsform ohne Verwendung von Geld oder Tausch als Mechanismen des (ver-)sorgenden Miteinanders befasst. Stellvertretend sei hier einmal Charles Eisenstein genannt. Dessen Überlegungen zu einer „Schenkökonomie“ wurden und werden auch von Anderen aufgegriffen, weiter entwickelt und insbesondere im Umfeld experimentierfreudiger Gemeinschaftsprojekte wie z.B. am ZEGG, in Sieben Linden, Tempelhof usw. erprobt.

Aber es werden auch ganz andere gesellschaftliche Organisationsmodelle ohne Geld und Tausch beschrieben. Stellvertretend sei hier die „Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft“ (BvW) erwähnt. Das erscheint mir bisher allerdings sehr theoretisch und auch nicht nachhaltig. Ich werde es weiter studieren.

Gemeinwohlökonomie (Christian Felber),
Gradido (Bernd Hückstädt und Margret Baier),
Informationsgeld (Prof. Franz Hörmann) und
UBUNTU (Michael Tellinger)
möchte ich in diesem Zusammenhang ohne lange Erläuterungen ebenfalls als Stichworte für weitere Ansätze und zur eigenständigen Recherche in den Raum stellen.

Ein hervorragend argumentierender und angenehm zu lesender Beitrag bereits vom November 2013 findet sich auf der ebenfalls deutschsprachigen Webseite „The Intelligence“. Er wurde auch hier auf dem Blog damals übernommen: „Die geldlose Gesellschaft als endgültige Lösung der Finanzkrise?

Auf der Webseite des Transform Magazins wurde unter dem Titel „Leben ohne Arbeit? Darf man das?“ im Dezember 2014 eine rege und faszinierend vielfältige Kommentar-Diskussion ausgelöst, die bis heute andauert. Sie berührt selbstverständlich auch die Frage, ob und in welcher Form eine Gesellschaft für ihre Funktionsfähigkeit Geld benötigt. Sehr lesenswert, gerade auch die vielen Kommentare.

Schließlich erscheinen mir auch zahlreiche Beiträge z.B. im Magazin Oya, die sämtlich auch kostenfrei im Internet zugänglich sind, zum Thema Schenkgesellschaft hilfreich und vielschichtig. Sie sind über die Suchfunktion auf der Webseite erschließbar. Inspirationen fand ich u.a. auch im Magazin SEIN.

Weitere zahlreiche Fundstellen zur Thematik „Schenkgesellschaft“ sowie vielfältige weitere Inspirationen habe ich in einem Worddokument zusammen getragen, das stets aktuell HIER verlinkt ist, am Ende des Beitrags und zum Mitmachen einlädt.

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  1. Hervorragend!!! ich bin da auch schon lange drann. Wir müssen uns da mehr vernetzen, unter uns kooperativer werden.

  2. Vielen Dank für diese guten Gedanken. Innerhalb einer Familie klappt das sich gegenseitige Bechenken je nach Bedürfnis sehr oft. In Thaifamilien lebenslang, ebenfalls in den großen indischen Ashrams, die freilich unter einer Leitung stehen. Ich bin mir aber nicht im Klaren,
    wie es mit der Arbeit steht, Landwirtschaft, Fabrikarbeit und Streitschlichten. Vorstellbar ist ohne weiteres, dass jegliche jetzige mit der Hand gemachte Arbeit auch die Forschung digital vollzogen wird. Sich selbst erneuerbare Roboter gibt es bald und die haben dann was zu tun. Freilich wird es vorläufig Einschränkungen hier und da geben, weil es verschiedene Länder gibt, manche haben Überfluss an Wasser, manche zuwenig. Das sich Beschenken, je nach Bedürfnis ist in der Familie durch das Familienband gewährleistet und durch die Altersstruktur. Hier gibt es die nicht abdingbare Begrenzung auf die vorhandenen Ressourcen.
    Völlige Freiheit in der Benutzung der Ressourcen gibt es im Schlaraffenland. Der elende Zwang, zu sparen, das ist halt nicht so leicht abzuschaffen. Wir alle haben zwar die gleichen Bedürfnisse und Mittel für eine optimale Gesundheit, wenn wir mit ihr richtig umgehen „wollen“. Aber es gibt schon hier Grenzen; die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten- und Bedürfnisse in München und in Lucknow kann niemand auch nur im Ansatz angleichen. Das führt zu dem kleinen Problem. Wir haben ein richtiges System gefunden, das sich gegenseitige Beschenken. Und mit welchen Mitteln soll es eingeführt werden, wenn sich Indien und China und und und weigern ? Mit den bekannten Druckmitteln ? Wir könnten uns eine kleine Naturkatastrophe vorstellen, mit der dann das richtige Verteilungssystem durch die unvorstellbare Not leicht eingeführt werden kann. Hierzu bedarf es auch einer Kontrolle oder ?
    Die eigentliche Krux liegt meines Erachtens im Menschen in seiner jetzigen Art, in seiner grenzenlosen Borniertheit, seinem Bereicherungswahn und in seinen bösen Absichten/Taten. Verschwinden diese Begrenzungen von allein, wenn man freiwillig das sich gegenseitige Beschenken propagiert und einführt?

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