Die NATO und Russland

Wer bedroht hier wen?

von Ivan Rodionov

Foto: https://pixabay.com

Alltäglich und unspektakulär stand die Anzeige im März dieses Jahres auf dem Berliner Stadtportal (1) unter Stellenangeboten zwischen Reinigungskraft für Fachklinik und Gepäckabwicklungsmitarbeiter in Tegel: NATO sucht Statisten für Kriegsübung (2). Besondere Anforderung: Russischkenntnisse. „Für Rollenspiele bei Trainingseinsätzen der US Army“. Die Komparsen sollten „die Zivilbevölkerung in Krisengebieten darstellen“. In diesem Fall sollte eine „Krise“ in einem russischsprachigen Gebiet durchgespielt werden.

Krisengebiet. Russischsprachig. Die US-Armee. Die NATO. Was haben diese vier Elemente innerhalb eines Satzes zu suchen? Nur eines: Die NATO übt Kriegseinsatz da, wo die Sprache der Zivilbevölkerung Russisch ist (Witzeleien über Marzahn-Hellersdorf dürften in dem Zusammenhang wenig komisch klingen). Sie übt – plant sie diese also? Wenn eine Armee auf eine ausländische Zivilbevölkerung trifft – was im Falle der russischsprachigen stark anzunehmen ist –, dann geschieht es meistens infolge einer militärischen Invasion. Denn Dörfer (die Stellenbeschreibung spricht ausdrücklich von „Dorfbewohnern“), in denen Russisch die Hauptsprache ist, sind im NATO-Gebiet schwer zu finden. Im heutigen NATO-Gebiet.

Die Russen im Baltikum sind in der Regel urban – ursprünglich waren es überwiegend Fach- und Arbeitskräfte, die im Zuge der sowjetischen Industrialisierung der früheren Agrarländer nach Estland, Lettland und Litauen abkommandiert wurden.

Das dürfte auch der NATO hinreichend bekannt sein. Hat sich diese doch in den „Frontstaaten“ sowohl physisch mit ihren Schnelleingreiftruppen als auch virtuell mit „Kommunikationsspezialisten“ — ein Schelm, wer dabei an Propaganda denkt — und Cyberkriegern ausgebreitet. Wer achtet dabei auf solche Feinheiten wie die NATO-Russland-Grundakte, wenn „die Balten“ Angst vor „russischer Aggression“ haben.

Öffentliche versus veröffentlichte Meinung

Belastbare Belege dafür, etwa repräsentative unabhängige Meinungsumfragen, bleiben dabei meistens aus. Die Suchmaschine, gefüttert mit den Begriffen „Baltikum, Umfragen, Bedrohung“, spült zahlreiche Mainstream-Artikel über die gefühlte russische Gefahr zutage. Diese schildern sehr wohl die Wahrnehmung der deutschen Leitmedien, die erstaunlich deckungsgleich mit der der NATO ist, aber nicht zwingend mit der der Bevölkerung vor Ort. Die konkreten Zahlen sind nicht so einfach zu finden. Die Ergebnisse meiner eigenen Recherchen über die baltischen existentiellen Ängste stammen aus dem Jahr 2016 und sind in diesem Video-Kommentar zusammengetragen.

Und diese wirken ernüchternd:

  • Bei den Esten rangiert die russische Bedrohung mit 24 Prozent weit hinter der Flüchtlingskrise (64 Prozent) auf der Skala der Ängste (Quelle: Turu-uuringute AS).
  • Die Finnen sehen den östlichen Nachbarn noch entspannter – 1 Prozent und Platz 7 belegt der Russe, während sich Arbeitslosigkeit mit 35 Prozent, unkontrollierte Zuwanderung mit 30 Prozent und Inkompetenz der eigenen Regierung mit 14 Prozent das Medaillen-Treppchen teilen (Quelle: YLE).
  • Bei den Letten kommt die russische Gefahr gar nicht unter den genannten Bedrohungen vor, dafür sehr wohl Armut und soziale Ungerechtigkeit (53 Prozent), Wirtschaftskrise (44 Prozent), politische Instabilität (33 Prozent) und Terrorismus (23 Prozent), (Quelle: SKDS).

Wenn die NATO sich die Sorgen und Nöte „der Balten“ so zu Herzen nimmt, sollten sich deren prominenteste Mitglieder demnach, anstatt Panzer an die russische Grenze zu verlegen, mit dem Polit-Engineering – auch bekannt als Regime Change –, welches betroffene Länder und Regionen ins Chaos stürzt und Flüchtlingswellen auslöst, zurückhalten. Aber Ironie beiseite.

Russia sells!

Die propagierte Angst vor dem Russen ist eine unfehlbare Marketingstrategie, mit der sich die baltischen Regierungen den privilegierten Frontstaatstatus in der NATO sichern. Dem Brüsseler globalen Kriegskonzern und dem angegliederten Geflecht aus Rüstungsunternehmen, deren Lobbyverbänden, Einflussgruppen, Think Tanks und politischen Netzwerken kommt das neue alte Feindbild Russland auch zupass wie vorgezogene Weihnachten: Es kreiert Umsätze, wie kein „internationaler Terrorismus“, kein IS, keine Taliban, nicht Al-Kaida und Dschihadisten aller Couleur zusammen. Zwei Prozent des jeweiligen nationalen Bruttoinlandsproduktes für die Militarisierung wären mit dem schwammigen „internationalen Krisenmanagement“ (im Klartext: kleineren Kolonialkriegen a la Libyen) nicht zu haben.

Baltic Angst

Diese stark mythologisierte „Baltic Angst“ wird mit einer Schwarz-Weiß-, Täter-Opfer-Ausgabe der Geschichte belegt und als etwas Immanentes, historisch Geprägtes und in der baltischen DNA Verwurzeltes dargestellt.

Eine kleine Anekdote über meinen persönlichen Einblick in die angebliche baltische Russland-Aversion: Im Sommer 2010 besuchte ich mit einer fünfköpfigen Journalistengruppe leitender russischer TV- und Printmedien Riga auf Einladung der lettischen Regierung. Lettland litt damals schwer an den unmittelbaren Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Innerhalb von zwei Tagen absolvierten wir ein recht einmaliges informelles Gesprächsprogramm in den höchsten Korridoren der lettischen Macht: Staatspräsident Valdis Zatlers, Ministerpräsident Valdis Dombrovskis, Außenminister Aivis Ronis und Oberbürgermeister Nil Uschakow nahmen sich großzügig Zeit, um uns in aufeinander folgenden Audienzen von der Russlandfreundlichkeit Lettlands persönlich zu überzeugen.

Alle betonten die kulturelle Nähe, die traditionelle wirtschaftliche Verflechtung und insbesondere die gemeinsame Geschichte, die uns einander näher bringt. Der Russe sei in Lettland willkommen. Als Urlauber, als Nostalgietourist, als Geschäftsreisender, als Investor, als Wohnungskäufer. Als Nachbar. Und sie taten es im besten Russisch. Ohne Übersetzer. Keine Sprachbarriere durfte uns trennen. Auch wenn es manchen Gegenüber sichtliche Anstrengung kostete, sein Schul- und Studienrussisch zu reaktivieren. Der Tenor: Wir stammen aus ein und demselben Land. Geschichte und Nachbarschaft seien der besondere Bonus.

Sieben Jahre später soll uns ausgerechnet die gemeinsame Geschichte und die gemeinsame Grenze trennen. Andere Zeiten, andere Lieder, wie die Russen sagen.

Wer bedroht hier wen?

Eine besonders bedenkliche jüngste Entwicklung: Die US-Armee verlegt immer mehr Spezialkräfte in die unmittelbare Nähe Russlands. 2017 übten die sogenannten Special Operation Forces, im Militärjargon SOFs, Einsätze in Estland, Litauen, Lettland, Rumänien, Polen sowie außerhalb des NATO-Gebietes in Finnland, der Ukraine und Georgien. Die geographische Streuung zusammen mit den Erkenntnissen über die Aufgabestellung der Spezialkräfte (präventive Schläge gegen neuralgische Punkte im feindlichen Hinterland) und der Ausrichtung der Manöver (gegen den „Feind im Osten“) ergibt ein aus russischer Sicht sehr beunruhigendes Gesamtbild.

Ehemaliger Befehlshaber des US Army Special Operations Command, Lt. Gen. Charles Cleveland, spricht von „nicht deklarierten” („undeclared“) oder „heimlichen“ Einsätzen, in denen die amerikanischen SOFs heute in Baltikum, Polen und Ukraine involviert sind. Im Oktober 2016 hielt die amerikanische National Defense University (NDU) ein Seminar mit dem Titel „Russische Aktivitäten in der Grauzone“ ab. Die eingeladenen Experten aus Militär, Politik und Forschung hielten fest, dass für Russland der Kriegszustand „natürlich“ und „fortwährend“ sei („Russia is always at a natural state of war“), und priesen die Taktik der tschetschenischen „Rebellen“ („radikale islamische Separatisten“ dürfte eine genauere Definition sein) im Kampf gegen Russland:

„Die Rebellen nutzten dezentralisierte Taktik und bauten Widerstandsnester auf, einschließlich einzelner Dschihadisten. Die Rebellen nutzten kreativ die sozialen Medien und kommunizierten mit den Unterstützern, diese sollten sich nicht den Kämpfern anschließen, sondern sich stattdessen unter die Zivilbevölkerung mischen und über die Aktivitäten der Russen berichten. Sie beeinflussten die Russen mit ihrer Desinformation und steuerten sie gegen die rivalisierenden Gruppen, welche durch die Russen ausgehoben wurden. Die Rebellen haben erkannt, wie dieses russische Vorgehen die Bevölkerung antagonisiert und haben davon profitiert“ (3).

Diese perfide Taktik tschetschenischer Separatisten, die den Kollateralschaden bei der Zivilbevölkerung nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern diesen auch für ihre Zwecke provoziert haben sollen, soll die Blaupause für die amerikanischen SOFs im Kampf gegen Russland werden. Oder, wie das Geständnis des Lt. Gen. Charles Cleveland zu verstehen ist, ist dies bereits.

Säbelrasseln und Kriegsgeheul

Und das vor dem Hintergrund der anhaltenden massiven Verlegung von US-Truppen nach Europa. Deutschland ist dabei geostrategisch gesehen das Aufmarschgebiet schlechthin. Eine neue Kommando- und Logistikzentrale soll es ermöglichen, noch mehr, schneller und massiver Militärgerät und -material nach Osten zu schaffen. Dazu soll das deutsche und das osteuropäische Straßennetz entsprechend fit gemacht werden: panzerfest nämlich.

Denn die aktuelle Lage sei katastrophal, Deutschlands Infrastruktur sei kaum noch kriegstüchtig, schreibt der Spiegel besorgt:

„Es fehlt an fast allem: an Tiefladern für Panzer, Bahnwaggons für schweres Gerät, modernen Brücken, die einen 64-Tonnen-Koloss wie den Kampfpanzer „Leopard 2“ problemlos tragen könnten. Was nützen die teuersten Waffensysteme, wenn sie nicht dorthin verlegt werden können, wo sie benötigt werden?“

Das gehe aus einem NATO-Geheimbericht hervor, der dem Spiegel vorliege. Denselben thematisieren FAZ und Focus. Ein Schelm, wer dabei „lanciert“ denkt oder gar psychologische Kriegsführung wittert. Denn groß sei laut Spiegel die Gefahr und ernst die Lage:

„Im Klartext: Die Nato bereitet sich auf einen möglichen Krieg mit Russland vor.“

Ein schwer übersehbarer Widerspruch bei dieser Alarmstufe: das militärische Kräfteverhältnis zwischen NATO und Russland, das im gleichen Artikel anhand einer Grafik illustriert wird. Danach hat der Militärblock eine sehr komfortable drei- bis vierfache Überlegenheit in allen Komponenten.


Quelle: Der Spiegel 43/2017


Noch größer ist das Gefälle bei den Wehretats, wo Russland laut dem Rüstungs-Branchenmagazin Jane’s Defence Weekly im Jahr 2017 mit 47 Milliarden Dollar auf den weltweiten Platz 6 im globalen Rating abgerutscht ist. Die USA gaben demnach knapp 643 Milliarden in diesem Jahr für ihr Militär aus und im nächsten sollen es fast 700 Milliarden sein.

Das Fazit: Der Hype um eine russische Aggression gegen die NATO tut sich schwer mit den Fakten. Hinweise auf eine russische Angriffsvorbereitung fehlen schlichtweg. Und wer weiß besser als die NATO, wie intensiv „Interventionen“ vorbereitet werden müssen. Seine eigene Planung für den Jugoslawienkrieg begann der Block etwa ein Jahr vor den Rambouillet-Verhandlungen, deren Abbruch als Causa Belli herhalten sollte. Die russisch-weißrussischen gemeinsamen Manöver Sapad 2017 wurden lange als schleichende Kriegsvorbereitung verdächtigt. Bis sie eher unspektakulär in Anwesenheit westlicher Beobachter vonstattengegangen sind. Nun ist auch das Geschichte.

Und wenn die Krimabspaltung von der Ukraine infolge des Umsturzes in Kiew als Ultima Ratio bemüht werden muss, um Russland als bellizistischen Aggressor darzustellen, dann ist die Beweislage extrem dünn. Auf der Krim ist kein einziger Schuss gefallen. Trotz des Schießbefehls aus Kiew an die ukrainischen Truppen. Stärker könnte der Kontrast zu dem eigenen Krisenmanagement der NATO kaum sein.

Die Kirche soll am liebsten im Dorf gelassen werden. Und sei es meinetwegen auch ein russischsprachiges.


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Anmerkungen und Quellen:

(1) https://www.berlin.de/special/jobs-und-ausbildung/stellenangebote/
(2) https://deutsch.rt.com/inland/48352-nato-spielt-proben-fur-besetzung/
(3) Symposium ‘Russian Engagement in the Gray Zone’, Fort McNair, Washington, D.C. on October. 19-20, 2016. Executive Summary. http://www.soc.mil/swcs/ProjectGray/Russian_Symposium_EXSUM.pdf

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3 replies

  1. Die Geschichte und die jeweilige Politik sind seit je komplex und widersprüchlich, haben immer einen doppelten Boden. Die denkbaren Gefahren von heute führen in der Zukunft oft ein völlig anderes Leben. Was unsere lieben amerikanischen Freunde da so gedanklich spielen, das ist ein gutes Thema für den Karneval. Aber die Wirklichkeit ist anders. Es gibt ein Einverständnis aller großen und kleineren Länder auf einem Niveau, das wissenschaftlich geprägt ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse lassen sich niemals geheim halten. Fast alle wissenschaftlichen Forschungsinstitute leben weltweit vom Miteinander. Die entsprechende Korrespondenz nutzt das Internet. Große Konzerne halten ihre Produktionsstätten in allen Ländern und würden es unter keinen Umständen zulassen, dass man ihre Anlagen irgendwo auch nur gedanklich antastet. Wir sind halt in einem einzigen Boot und manchen muss das klargemacht werden. Diese Tätigkeit macht sich gut auf diesem Forum. Was ich mir wünschte, ist ein eifrigeres Miteinander aller, die sich um einen Frieden in der Welt kümmern. Dazu gehört auch Dr. Ganser aus der Schweiz und so manche Amerikaner/innen wie Ms. Abby Martin und Jimmy Dore.

  2. solange wir nicht wissen mit wem die Deutschen sind, wissen wir überhaupt nichts. Solange wir diese Frage nicht beantworten, können wir Europa nicht verstehen. Wir können dann auch die Ukraine nicht verstehen. Wir können dann sogar Russland nicht verstehen. Merkel – Das sind nicht die Deutschen. Kein Charme, keine philosophische Leidenschaft und nichts, was mit dem Sieg über die Natur zu tun hat. Die Deutschen schweigen noch. Die Deutschen sind ein Volk, welches nur bei großen Taten wachgerüttelt wird. Für Kleinigkeiten haben sich nichts übrig. Sie haben etwas Russisches an sich: Sie schweigen sehr lange, vielleicht schlafen sie, vielleicht täuschen sie nur vor… Und dann: Baaaah! Aus dem Nichts finden sie für sich eine große Tat. Es ist erstaunlich, dass das deutsche Aufrütteln gleichzeitig mit dem des russischen Aufrüttelns kommt. Es kommt so vor, als ob es bestellt wäre. Was machen zwei Ritter, wenn sie sich nach dem Schlaf die Augen reiben und die Freude eines gleichwertigen Gegners erkennen? Mit voller Freude nehmen sie die Herausforderung an, sich gegenseitig zu schlagen. Nach jeder solchen Schlägerei sind sowohl Deutschland als auch Russland bis auf die Grundmauern zerstört. Die Völker verarmen, die Besten ihrer Stellvertreter fallen und werden mit Orden posthum ausgezeichnet. Aber wie wir alle wissen, hat jede Medaille eine Kehrseite. Und irgendjemand wird zur gleichen Zeit reich, hübscher und mächtiger. Irgendjemand profitiert jedes Mal davon, wenn Russland und Deutschland aus dem tiefen Schlaf erwachen und sich nicht verbünden, um beispielsweise ein grandioses gemeinsames Projekt zu bewältigen, sondern aufeinander eindreschen. Russland und Deutschland waren noch nie im Verlauf der Geschichte bei heftigen Konflikten auf der gleichen Seite. Das war noch nicht einmal bei irgendwelchen Ausnahmen der Fall. Erstaunlich!

    Wisst Ihr, verehrte Deutsche, dass Euch die Russen vor einigen Jahrhunderten noch als Russen bezeichnet haben? Ja, Euch Deutsche! Russen nannten Euch Preußen (Prusi), sich selbst Russen (Rusi) und Euch Preußen (Prusi). Das eigene Land wurde als die Rus bezeichnet und das Eure als Prusija (Preußen). Ihr habt Euch selbst eine Zeit lang so genannt. Das heißt, dass wir irgendwann den gleichen Namen hatten. Aber aus irgendwelchem Grund wurde das, was uns früher vereinigt hat, ordentlich aus unserer Geschichte gelöscht. Und die Geschichte, die wir kennen, ist genauso falsch wie die Weltreservewährung. Jemandem gelingt es, uns davon zu überzeugen, dass Menschen, die über Jahrhunderte auf ihrem Land gelebt haben keine Verwandtschaft und gemeinsame Wurzeln haben. Die einen sind Arier, die anderen Parier, dort sind Türken, hier sind Griechen und Armenier, die sowie ihren eigenen Weg gehen. Es gibt auch maskierte Nachkommen der Marsmenschen. Aber auch die ewigen Juden, die direkt vom mächtigen israelischen Himmel geboren wurden, welcher vergessen hat, ihnen ein Stück Land zu geben. Jemand versucht uns schleichend und leise davon zu überzeugen, dass wir nicht im Stande sind, uns gegenseitig zu verstehen, geschweige denn irgendetwas für lange Zeit ernsthaft zu vereinbaren. Indem wir dem verräterischen Flüstern Glauben schenken, zerfallen wir in kleine Länder, kleine Ländchen, Fürstentümer und Fürstentümchen. Schaut Euch wenigstens die Ukraine an. Wir vernachlässigen die Verwandtschaft, bekriegen uns wie Verrückte, vernichten einander. Manchmal löschen wir einander aus.

    Und was ist mit den US-Amerikanern? Sie tun es nicht. Sie machen es gut. Sie haben vergessen, was Krieg auf eigenem Boden bedeutet. Sie hatten dort schon seit über 250 Jahren keinen Krieg gehabt. Sie hatten K-E-I-N-E-N. Sie lieben es natürlich, Krieg zu führen. Das muss man ihnen lassen. Aber nur irgendwo anders. Im Nahen Osten, in Afrika, Asien. In Europa haben sie noch keinen einzigen Konflikt ausgelassen. In Hinsicht auf Europa haben sie ihre eigene spezifische Rolle. Anfangs ziehen sie über Russland her, dann führen sie Sanktionen ein, während sie gleichzeitig die deutsche Industrie unterstützen, insbesondere die Kriegsindustrie. Sobald zwischen Russland und Deutschland ein Krieg ausbricht, verhalten sie sich (USA) positiv neutral und verurteilen voller Zorn den Krieg. Und am Ende des Krieges, wenn es nicht mehr schwer zu erraten ist, wer der Sieger sein wird, verbünden sich die USA in der Regel mit Russland. Und mit Krokodiltränen in den Augen schlagen sie endgültig auf Deutschland ein. Nach dem Krieg ziehen sie wieder über Russland her und beteiligen sich energisch am Wiederaufbau Deutschlands. Dann kehrt die Ruhe vor dem Sturm ein. Heute ist Deutschland vollkommen wiederaufgebaut, ist eines der entwickelten Länder und besitzt eine der stärksten Armeen der Welt. Es ist jetzt nicht schwer zu erraten, wer jetzt das Wort im Drama hat, welches genauso alt ist wie die Welt. Oder ist es nicht so? Genauso alt wie der Krieg.

    Wozu erzähle ich das alles überhaupt? Mich interessiert es, ob jemand jemals den Mut aufbringt, auf dem Territorium Europas Krieg zu führen und es zu zerstören, wenn Russland und Deutschland irgendwann echte Verbündete, Partner und Freunde sein werden?Das ist bestimmt nur ein Wunschtraum. Ein Traum über eine mächtige Deutsch-Russische Union.

    Bis zum nächsten Mal, verehrte Deutsche! Es kommt mir so vor, als ob es Ihr heute in der Hand habt, was in Europa geschehen wird: Ein mächtiger Frieden in den nächsten hundert Jahren oder ein mächtiger Krieg in den kommenden Tagen.

    Дата публикации: 16 Январь 2015, 04:34

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