Das Thema mit der Selbstliebe

von Renate Helene Zormeier

„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“

Dieser Satz kam mir vor kurzem mit mahnender Zunge entgegen.
Was genau meint dieses Gebot? Überliest man oft unbewußt den zweiten Satzteil weil uns der erste ein besseres Gefühl gibt? Ein Gefühl, dass ich ein guter Mensch bin, wenn ich mich daran halte? Geh ich vielleicht schwer in Resonanz mit den letzten drei Worten, weil ich Selbstliebe immer noch mit Egoismus verwechsle?
Dann ist es sehr hilfreich, diesen biblischen Kernsatz unserem Zeitverständnis anzupassen: „Liebe Dich selbst – erst dann bist Du in der Lage, Deinen Nächsten ohne Energieverlust zu lieben“. Denn, wie soll man etwas, das man selbst nicht in sich trägt, weitergeben können? Das funktioniert nicht wirklich. Und nicht lange, ohne, dass man sich ausgebrannt fühlt.

Verstärkt geht es nun bei allen bereiten Menschen darum, dass die innere Göttin/ der innere Liebesgott in jedem einzelnen von uns das Zepter übernimmt,

Und verstärkt geht es um die Heilung und Befriedung unserer Ahnen bis zu mindestens 7 Generationen zurück.
Wir können den Neubeginn nur dadurch erschaffen, dass wir das Alte gründlich abschließen. An diesem Punkt hängen zurzeit viele Menschen fest – und zwar in punkto Familien- und Ahnenthemen. Dabei zeigt sich der Zusammenhang zwischen Krankheiten, psychischen Phänomenen und seelischen Konflikten mit unseren Familien-Ahnen-Wunden nicht offensichtlich.

Sie sind sehr subtil hinter anderen Themen versteckt: in Problemen mit Beruf und Finanzen, Familie, Kindern und Partnerschaft sowie heftigen emotionalen Ungleichgewichten und Lähmungen. Solche Dinge spitzen sich in dieser Zeit zu und suchen unbedingt und dringend Auswege und Lösungen.
Und immer geht es nur um ein einziges Thema: um die Fähigkeit der Selbstliebe und Selbstachtung, um die liebevolle Befriedigung der eigenen körperlich-seelischen Bedürfnisse. Dies war Jahrtausende lang nicht möglich.

Wenn du dich aufopferst für Alle in deinem Umfeld ohne ausreichend gut zu dir selbst zu sein, bist du bald wie ein leeres Gefäß. Wenn du streng und hart mit dir umgehst, ist dein Leben ein ständiger Kampf, ein andauerndes Niederhalten deiner natürlichen Bedürfnisse und damit deinem Energielevel. Du lebst nach dem vernichtenden Glaubenssatz: „Ich muß für meine Anerkennung allen Menschen dienen, und für jeglichen Erfolg hart arbeiten, dann bekomme ich meinen verdienten Lohn.“

Damit gehst Du regelmäßig über Deine Leistungsgrenze, willst die Perfektion par excellence für Alle sein. Folglich hast du ein Riesenproblem damit, auch mal „Nein“ zu sagen und begegnest immer wieder Menschen, die dich ausnutzen oder nur oberflächlich mit dir umgehen. In Gesellschaft spürst du den Drang, Mittelpunkt zu sein und suchst krampfhaft nach Anerkennung. Sehr wahrscheinlich kritisierst du ständig dein unperfektes Aussehen und gehst in stets ungesundem Wettbewerb mit vermeintlichen RivalInnen.
Dann ziehst du durch diese Ausstrahlung entsprechende Partner an, die auch von dir Bestätigung und Liebe erwarten…
Vorsicht! Erwartungen in Beziehungen sind immer der Anfang vom Ende.

Die Fähigkeit zur beschenkenden Liebe geht nur über die Fähigkeit zur Selbstliebe! Diese muss man meist erst erwecken, erlernen und antrainieren.

Selbstliebe hat einfach gar nichts mit übertriebenem Egoismus zu tun, sondern mit Achtung und Respekt meines mir gegebenen Lebens. Ich habe meiner Seele sogar eine Verpflichtung gegenüber, meinen Lebensweg für mich selbst so freundlich und achtsam wie möglich zu kreieren.

Gute Trainingsübungen für Selbstliebe sind:

  • Achte auf kritisierende Gedanken dir selbst gegenüber, revidiere sie
  • Akzeptiere deine Schwächen, indem du den Blickwinkel verschiebst
  • Lobe dich selbst, wenn du etwas geschafft hast
  • Übe, in entscheidenden Momenten „Nein“ zu sagen, wenn du was anderes willst
  • Achte auf deinen Körper und genieße es, dich zu bewegen
  • Schenke dir die gesündeste Nahrung, die es gibt
  • Nimm dir Zeit für dich, deine Entspannung und Hobbies
  • Lache über deine Unzulänglichkeiten, sie sind sooo herrlich menschlich
  • Ja, erlöse sogar deinen inneren Kritiker, er hat ausgedient
  • Stehe in jeder Situation zu dir und deinen Bedürfnissen
  • Finden deinen ureigen Kraft- und Freudensquell und labe dich daran
  • Verändere oder trenne die Beziehung zu Menschen, die ständig Energie rauben
  • Lebe deine Fähigkeiten und Träume
  • Suche Kontakt zu deinen Ahnen und lass dir in deinem Inneren zeigen, was schief lief und der Neuausrichtung bedarf

Du hast immer die Wahl. Du bist den alten Dogmen deiner Erziehung und dem Grund „weil es immer schon so war“ entwachsen. Ehre dich dafür, dass du nun mit deiner innerlichen Arbeit den Familienfrieden heilst.
Mit mehr Achtsamkeit für dein „inneres Klima“ wird sich dein Leben verändern, den du strahlst nun etwas Anderes aus und ziehst andere Menschen in dein Leben.

Wenn du es schaffst, dass du in deinem Leben gerne Zeit mit dir alleine verbringen kannst, dein All-ein-sein genießen kannst, sind die Chancen gegeben, dass du Menschen anziehst, die dem Bedürftigkeitsprinzip entwachsen sind.
Selbstliebe ist eine Reise zu dir, in dein inneres Zuhause. Sie beginnt mit deinen Gedanken und endet mit deinem Handeln.

Solltest du dein Leben gerade als Single leben, ist es dein höchstes Ziel, gerne mit dir all-eins zu sein, damit du mit dir selbst glücklich wirst. Die Chancen, ein ebenfalls mit Dankbarkeit gefülltes Wesen anzuziehen, steigen mit der Ausstrahlung „Ich liebe mich“ und „Ja, das Leben ist schön“.

Wenn du gerade eine/n Geliebte/Geliebten hast, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Partnerschaft eine erhöhte Qualität erfährt – denn mit dem Bewusstsein, dass dein Schatz nicht mehr für dein „Glück“ zuständig ist, öffnest du einen Raum für viel mehr, für eine Liebe ohne Bedingungen. Dann beginnt das eigentliche Liebesabenteuer. Freie Menschen schenken ihre Liebe gerne!

Falls du dich in der Phase der Trennung befindest, ist Selbstliebe zu Dir und deinem Sein umso wertvoller, um zu dir zu stehen und leichter loslassen zu können. Du weißt, dass du deinen Weg auch alleine gehen kannst, du kennst deinen  Freudensquell und deine Kraftfelder. Du allein weißt, was wirklich gut für dich ist.

Selbstliebe ist allerdings kein Ersatz für die Liebe zu anderen Menschen. Sie bedingt diese. Sie ist Teil eines gesunden „Ich-Bewusstseins“, die Basis für jegliche Form von Liebe.
Das „Ja“ zu dir ist das „Ja“ zum Leben und deinen Mitmenschen.

Erst, wenn die letzte Träne aus dem Krug des Lebens ins Licht aufgestiegen ist, wenn der Krug der Trauer bis zur Neige geleert ist, herrscht Frieden.

Ist der Krug endlich mit Liebe ohne Bedingungen gefüllt, kann man ausschenken; achte nur immer auf ständiges Nachfüllen.
Wenn du die Fülle in Dir trägst, kannst du sie verströmen. Lebe dich!

Mit Herzlicht
Renate Helene Zormeier

 

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„Der (v)erkannte Mann“
erschienen im Best-Off-Verlag für € 16,50
www.bestoffverlag.de         ISBN 978-3-942427-09-8

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Kategorien:Bewusstsein

5 replies

  1. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“
    Diese Aussage wird verständlicher, wenn alle wesentlichen Originalaussagen von Jesus, dem Christus, wie ein Mosaik zu einem Gesamtbild vereint wird.
    Noch deutlicher wird es, wer diese Lebenshilfen im täglichen Leben in der Praxis anwendet und damit eigene Erfahrungen gewinnt.
    Es wird dann zum festen Bewusstsein, dass Gott das allgegenwärtige Leben in allem Sein ist.
    Das beinhaltet gleichzeitig, dass im innersten Seelenkern der göttliche Lebenskern und Wesenskern, die Lebensquelle der Seele und im weiteren Sinne auch für die Hülle Mensch ist.
    Damit ist jeder Mensch mit einem Quantum der Allenergie Gottes ausgestattet, eine Essenz des gesamten Alls. Genau das ist das Faktum, welches uns zu gleichwertigen, geistigen Geschwister macht.

    Damit ist es völlig logisch, dass jegliche Abwertung und den daraus resultierenden Folgen immer gleichzeitig auch uns selbst treffen.
    Das Leben bildet ein mit Worten nicht beschreibbares, universelles Kommunikationsnetz, indem das gesamte Sein mit allem Sein in Verbindung steht.

    Deshalb auch die Aussage: „Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“.

    Oder auch der Hinweis: Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist.

    Alles was demnach vom Menschen ausgeht und das Gesamtwohl beeinträchtigt, indem auch nur ein Aspekt des Universums beeinträchtigt oder geschädigt wird, bewirkt entsprechende Wirkungen beim Verursacher.
    Jeder der diese Aspekte nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen erfasst, wird dies in seinem Inneren bestätigt finden.

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