Sepp Holzer der Permakultur-Rebell

„Sepp Holzer, „Agrar-Rebell“ und ökologischer Visionär aus den österreichischen Alpen, lernte schon als Kind von der Natur. Als er mit 19 Jahren den elterlichen Krameterhof übernahm, machte er aus dem kargen Bergbauernhof ein ertragreiches Naturparadies mit vielfältigen Wildniskulturen.“

http://www.seppholzer.at

„Das Lemmingverhalten breiter Bevölkerungsschichten führt zum Kollaps unseres Gesellschaftssystems.“

Sepp Holzer

 



Kategorien:Ernährung, Film, Gesundheit, Positive Veränderungen, Video, Wandel

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5 replies

  1. Hallo Don,
    Sepp Holzer mag durchaus mit seinem Konzept nur für sich Erfolg haben, aber der Geist und die Überzeugung, die er rüber bringt, ist unbestritten beispielhaft und gibt ihm mit seinen Erfolgen recht! Das meinen sie mit Denkanstoß?

    Dass er zuerst die Landschaft so formen musste, damit Wasser in Teichen gehalten und Boden durch Terrassierung gut genutzt werden konnte, um einer Errosuion entgegenzuwirken, musste er natürlich zuerst „eingreifen“. Warum stört Sie das?
    Jeder Gärtner bearbeitet erst mal seinen Boden,bevor er bewirtschaften kann –

    Wenn ein Bauernhof es ihm gleich machen möchte, OHNE diesen Kampfgeist, der scheitert natürlich!
    Ein Patentrezept für Erfolg ist seine Art Permakultur sicher nicht, aber Wasser zu speichern und Boden effizient zu nützen ist das Grundrezept schlechthin.

    Und solches in heutiger Zeit umzusetzen ist vermutlich noch ein Stück schwerer, denke ich.
    Dieses Video ist mindestens aus den 90ern!
    Jetzt managt sein Sohn das Ganze – mit Erfolg, wie ich im Netz gesehen habe.

    Ich wünsche Sepp Holzer noch viele gesunde Lebensjahre, in denen er sein Wissen in andere Länder verbreiten kann! Einen herzlichen Gruß an ihn!

    • Unter Permakultur verstehe ich mit dem vorhanden zu Arbeiten und natürliche Abläufe zu vernetzen und gegebenenfalls zu optimieren.Es kann nicht sein das ich ein Ökosystem gewaltsam mit viel technischem Aufwand umforme (zerstöre)nur um eines zu installieren das einfach mehr Ertrag hervorbringt das vorranig menschlichen Gewinnstreben dient.Das fällt dann unter konventionelle Landwirtschaft.Dann kann ich auch in jede Wüste einen Kanal graben lassen der von der nächsten größeren Wasserquelle gespeist wird.Vordergründig wurde zwar die Wüste begrünt wobei allerdings das Ökosystem Wüste leider zerstört wird.Nun ich arbeite selbst nach Permakulturgrundsätzen und erzähl mal aus meiner Praxis.Nach Übernahme einer alten Streuobstwiese wollte ich diese auch soweit wie möglich optimal Nutzen.Vor allem Langfristig ohne großen Zeitaufwand.Zwischen die Obstbäume wurden Beerenhochstämme(Johannis-/Stachelbeeren )gepflanzt,zwischen diese Hochstämme pflanzte ich z.B.Erdbeeren,Buschbohnen usw.Zwischen den beiden Obstbäumen an der Ostseite pflanzte ich zu Testzwecken noch einen Weinstock,dieser mit mittels Seil von Osten über Süden Richtung Westen geführt,das Ganze in einer Höhe von ca 2,5 m,allein ddie Saftausbeute eines Weinstockes betrug letztes Jahr 15 Liter. Zwischen 2 Baumreihen baue ich die 3 Schwestern an.Die Erträge geben mir Recht,den einzigen Dünger den ich gelegentlich einsetze
      ist Brennesseljauche,dies allerdings eher zu Schädlingsvergrämung.Karttoffeln werden im sog.Karttoffelturm auf Stroh gepflant,wobei ich gerade daran arbeite dieses System Feldtauglich zu machen.
      Wie du siehst habe ich Holzers Ideen als Denkanstoß genommen für eine 1 zu 1 Umsetzung war es für mich persönlich zu unausgereift.Wie man jetzt wahrscheinlich merkt,ich weiß wovon ich rede.

      • Hallo Don,
        hab mich an deinen Eintrag erinnert und möchte dazu schreiben, dass dein Graten mit Obstbäumen, Beerensträuchern, Weinstöcken u.a. sicher ganz toll genutzt wird!

        Das Land, das Holzer erbte, war wohl eher kein ausgewogenes Ökosystem, was ich seinem buch entnehme. Um Wasser am Berg zu halten und zu leiten, muss ganz einfach ein grundsätzliches Geländeformen stattfinden, meine ich, anders geht es nicht, solches (und ähnlich verwüstetes Land) wieder für alle Lebewesen fruchtbar zu machen. und das im Einklang.

        Du lebst vermutlich nicht vom Ertrag deiner „Streuobstwiese“ , wie es aber ein junger Sepp Holzer auf seinem geerbten Steilhang-Gelände musste!

        Die Menschen haben schon so heftig in sog. Ökosyteme eingegriffen, dass es in extrem trockenen Gebieten durch künstliche angelegte Seen durchaus angebracht ist, das wenige Wasser zu halten. Ohne Wasser kein Leben –

        Ich bin Mitglied im Förderverein Mongolei, weil auch dort wieder aufgeforstet werden muss, damit Menschen dort eine Zukunft haben.
        http://foerderverein-mongolei.de/Baumpflanzaktion_o.htm

        Herzlichst
        Doris

        • Hallo Doris
          Danke für deinen Kommentar,aber ich glaube wir sprechen etwas aneinander vorbei.Ich finde die Arbeit von Sepp Holzer nicht schlecht und ich bin auch der Meinung das seine Arbeit viele andere Arbeiten positiv beeinflusst hat.Aber ich sehe seine Sichtweise nicht als das Maß der Dinge wie viele das gerne Glauben würden.So wie du schreibst forstet ihr einen Landstrich wieder auf der vorher wahrscheinlich wieder mal durch menschliche Dummheit/Gier zerstört wurde.Ihr schüttet aber kein Gebirge neu auf um dort jetzt Bergheu zu erzeugen.Terra forming wird verstärkt auf dieser Welt betrieben,die wirklichen Ergebnisse verspüren erst unsere Enkel.Du hast Recht das ich nicht vom Ertrag meiner Obstwiese leben muß,letztes Jahr gab es für den Doppelzentner Äpfel 4€,davon kann niemand leben.Mein Ziel ist es im Einklang der vorhanden Natur und mit spärlichen Eingriffen die optimalen Ergebnisse zu erzielen und um mich und meine Familie so autark als möglich zu ernähren.Auch mit dem Wissen das noch nicht alles was ich tue perfekt ist.

          Liebe Grüße
          Don

  2. Man sollte Sepp Holzer hier nicht überbewerten,Wer erst mit schweren Maschinen die Landschaft umkrempelt um Nahrungsmittel anzubauen hat wohl seinen eigenen Text nicht verstanden,seinen Lebensunterhalt bestreitet Sepp H.mit Führungen/Seminaren,den sein Hof wirft nicht genug Ertrag ab um davon zu leben, von den Höfen die er nach seinem System umgekrempelt hat und dann pleite gegangen sind spricht hier auch keiner.Man sollte Holzers Lehren als Denkanstoß auffassen da ja auch nicht alles schlecht ist was er macht,aaaaaber seine Art der Umsetzung bedarf noch einiges an Entwicklung.

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