Spanien hat keine Regierung und die Spanier finden es toll

Hier ein sehr interessanter Artikel, der für die heutige Zeit bezeichnend ist. Spanien macht uns vor, dass wir KEINE REGIERUNGEN brauchen und dass MENSCHEN sich besser um ihre Angelegenheiten kümmern können, wenn sie in Ruhe gelassen werden. Crae´dor

Übersetzung: Crae´dor
Quelle: https://mises.org

27030_basque-mayor-fined-for-failing-to-fly-the-spanish-flag-properly_1_largeSpanien hat zum ersten Mal in seiner Geschichte seit 10 Monaten eine untätige Übergangsregierung, nachdem keine der führenden Parteien imstande ist, die Mehrheit der Sitze in der nationalen Legislative zu sichern und die beiden Parteien unfähig sind, einer Regierungskoalition zuzustimmen. Während grundlegende Regierungsdienste fortgesetzt werden, werden keine neuen Gesetzesvorlagen unterbreitet, die Auslandspolitik ist ins Stocken geraten und viele Infrastruktur- und andere Regierungsprojekte sind auf Eis gelegt. Im Widerspruch zu den katastrophalen Chaos-Vorhersagen funktioniert jedoch alles reibungslos und manche Spanier erhalten eine wertvolle Lektion über die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft, die sich selbst (und ihrer Freiwilligkeit) überlassen wird. Diese Erfahrung wurde von Felix Pastor, einem Sprachlehrer, prägnant zusammengefasst in seiner Aussage:

Wo es keine Regierung gibt, da gibt es keine Diebe.

Herr Pastor glaubt, dass Spanien ohne schadenverursachende Politiker bis zum Sanktnimmerleinstag regierungslos funktionieren könnte.

Webseiten-Redakteur Ignacio Escolar pflichtet bei:

Viele Leute sagten, wir würden zur Hölle fahren, wenn wir keine Regierung bildeten, aber wir sind immer noch da.

Und Ana Cancela, eine Beamtin, gesteht ein, dass Korruption und Inkompetenz den politischen Institutionen inhärent wären:

Wir wussten bereits, dass Politiker korrupt sind, doch jetzt sehen wir auch, dass sie nicht mal politische Arbeit machen können.

salerno-2012b-croppedJoseph T. Salerno ist Wirtschaftsprofessor an der Lubin School of Business of Pace University in New York. Er ist Redakteur von Quarterly Journal of Austrian Economics; Akademischer Vicepresident von Mises Institute und Direktor von Mises Institute Fellows Program. Kontakt: E-Mail



Kategorien:Politik, Wandel

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4 replies

  1. Das Beispiel in Spanien sagt im Prinzip sehr viel aus. In der Regel vergessen die meisten Politiker, dass sie im Grunde genommen einen Dienst für alle Bürger angetreten haben. Doch was der Alltag leider täglich belegt, ist eine arrogante Egopolitik, indem das Podium Politik als Selbstbedienungsladen zweckentfremdet wird.
    Man stellt sich in der Regel stets über das Volk und ist deshalb auch nicht auf Augenhöhe mit allen Bürgern. Die finanziellen Unterschiede zum Normalbürger sind dabei so verschieden und krass, dass kaum noch Mitgefühle und Motivationen für eine allgemeine Verbesserung der Gerechtigkeiten im Volk vorhanden sind.
    Es fehlt immer mehr an vernünftigem Denken und Handeln und das macht sich nicht nur im ungerechten Handeln bemerkbar, sondern fügt der Natur und dem Gemeinwohl ganz erheblichen Schaden zu.
    In einer gesunden Demokratie sind solche Verhältnisse undenkbar, den die Gleichwertigkeiten der Bürger, ohne Kompromisse und Ausnahmen, sind Grundvoraussetzungen um überhaupt eine Demokratie entstehen zu lassen.
    Legt man dann noch zusätzlich christliche Maßstäbe zu Grunde, dann muss die Messlatte noch höher angelegt werden.
    Dazu die deutlichen Worte von Jesus, dem Christus:
    „Wer von euch der Größte sein will, der sei der Diener aller!“
    Mitunter erklärte er auch, dass diese sogenannten Großen, in jeder Hinsicht und bei allen Handlungen. Vorbilder für alle sein sollen.
    Doch diese muss man suchen, wie die Nadel im Heuhaufen.

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