Die große Stromlüge

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Frost und Kälte fordern auch in Europa noch immer Todesopfer. In den letzten Jahren wurde eine längst überwunden geglaubte Gefahr wieder aktuell: Vielen Menschen fehlt das Geld, um ihre Wohnungen angemessen zu beheizen. „Günstigere und umweltfreundlichere Energie“ hatten die EU-Mitgliedstaaten einst versprochen. Warum sind die Stromrechnungen noch immer so hoch?

Durch steigende Strompreise sind viele Privathaushalte in der EU überlastet: In Spanien betrifft dies sogar ein Drittel der Bevölkerung. In Italien konnten im Jahr 2015 fünf Millionen Familien ihre Stromrechnung nicht begleichen, in Deutschland waren es sieben und in Frankreich sogar acht Millionen Menschen. „Günstigere und umweltfreundlichere Energie“ hatten die EU-Mitgliedstaaten vor 20 Jahren versprochen. Doch was ist aus der vielversprechenden Idee eines gemeinsamen und transparenten Energiemarkts geworden?

Zahlt der Verbraucher für jahrelange politische Fehlentscheidungen? In Deutschland hat man zwar den Atomausstieg beschlossen, muss aber dennoch auch weiterhin Braunkohletagebau betreiben, was nicht nur zulasten der Umwelt geht, sondern Zwangsumsiedlungen ganzer Ortschaften zur Folge hat.

In Spanien leisteten Tausende Bürger mit Investitionen in eigene Solarstromanalagen einen Beitrag zum energetischen Wandel. Die Regierung hatte versprochen, ihnen den Strom zu fairen Preisen abzunehmen. Einige Jahre später überlegte sie es sich anders und sorgte so für eine Rekordverschuldung.

In Frankreich hat das ehemalige Staatsunternehmen Electricité de France (EDF) bis heute eine Monopolstellung inne. Dies verstößt nicht nur gegen den freien Wettbewerb in der EU, sondern verwehrt Tausenden Franzosen, die gerne ihre eigene Energie produzieren würden, die Loslösung vom staatlichen Netzbetreiber.

Der Dokumentarfilm durchleuchtet die verschiedenen Versprechen, die im Namen eines liberalen europäischen Energiemarkts gemacht wurden, und analysiert die Hintergründe für das Scheitern dieser europäischen Vision.



Kategorien:Film, Politik, Video

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6 replies

  1. Ein sehr gute Weg wird sich demnächst eröffnen: Die eigene Energie kostenlos selber erzeugen. Tag und Nacht, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.
    Ohne Sonne, ohne Wind, Wasserkraft oder Biomasse, ohne Öl, Gas, Kohle, Atom oder andere Brennstoffe.
    Die selbst erzeugte kostenlose Elektroenergie kann für Beleuchtung, Haushaltsstrom und Heizung genutzt werden, z.B. für eine Infrarotheizung. Zwischenspeicherung in einem Akku für Spitzenlastzeiten bietet sich an.
    Mit einem AuKW bzw. KPP ist das bald möglich. In einigen Wochen schon wird in Magdeburg eines dieser Geräte öffentlich zu besichtigen sein.
    http://www.isd.immobilien/auftriebskraftwerk
    Unabhängig von der Bundesregierung hat die „echte“ Energiewende bereits begonnen.

    • Herr Erxleben, was verstehen Sie genau unter „einige Wochen“? Das GAIA Aukw sollte schon Ende 2014 ausgeliefert werden. Dann gab es diese öffentliche Besichtigung, bei der offensichtlich alles funktionierte. Das dort ausgestellte Kraftwerk wurde daraufhin dem Verein GAIA überstellt, danach war totale Funkstille. Sie haben letztes Jahr angekündigt, die bestellten Aukws würden im Herbst/Winter 2015 laufen. Das war mitnichten der Fall. Nun kündigen Sie erneut an, in „einigen Wochen“ sei eines dieser Wunderkraftwerke bei Ihnen in Magdeburg zu besichtigen. Sie werden verstehen, dass man diese Ankündigung zumindest mit einer gehörigen Portion Skepsis zur Kenntnis nimmt.

    • Hallo Herr Ludwig,

      Ihre Skepsis ist berechtigt. Auch Herr Erxleben wird kein funktionierendes Auftriebskraftwerk mit Energieüberschuss liefern.

      Mit freundlichen Grüßen

      Otto

    • Sehr geehrter Herr Erxleben,

      ich habe eine Frage, läuft denn bei Ihnen bereits ein Auftriebskraftwerk und liefert Ihnen kostenlos Strom?

      Mit freundlichen Grüßen

      Otto

  2. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Reduzierung von Stromkosten bei Privathaushalten, Gewerbe- und Industriebetrieben in Österreich. Mittlerweile kann man getrost sagen daß durchschnittlich jede Energierechnung (Strom oder Gas) um ca. 30-40 % reduziert werden kann durch Wechsel zu alternativen und alteingesessenen E-Werkbetrieben die es auch schon ca. 100 Jahre lang gibt und trotzdem günstigeren Strom liefern können. Also wer hier nicht vergleicht ist selber schuld und zahlt als privater Hausbesitzer ca. 400-600 Eur zuviel im Jahr. Gewerbebetriebe können sich zwischen 2.000 bis 5.000 € pro Jahr sparen, und das sogar noch mit einer Preisgarantie von drei Jahren (somit also Betriebskosten-Einsparung von 6.000 bis 15.000 € durchaus möglich).
    Nähere Informationen dazu gerne auf meiner Webseite unter http://www.kristallsitzung.at/index.php/betriebskosten-senken

    • Mit dem KPP sind bereits seit 2Jahren einige Schwindler unterwegs. Bekommen hat noch keiner eines. Mit dem Ding sind inzwischen schon einige Hundert Leute reingelegt worden.

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