Impulse für Sinn & Seele: Die Süße des Lebens

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Wie oft geht uns Menschen auf unserem Weg durchs Leben doch das Gespür für einen besonderen Moment der Freude verloren. Wir sind so sehr damit beschäftigt, unsere kleinen und großen und manchmal sogar die ganz großen Probleme der Welt zu lösen, dass uns häufig nicht mehr bewusst ist, wie wir uns selbst Gutes tun können. Uns wird beigebracht, „Wellness“ wäre ein Konsumprodukt, das wir erwerben und uns verdienen müssten, und es wären ausschließlich äußere Quellen, die wir dafür anzuzapfen hätten.

Freilich – jeder von uns weiß, wie schön es ist, geliebte Menschen um sich zu haben. Einen guten, zuverlässigen Partner an seiner Seite zu wissen, mit dem man die angenehmen Dinge des Lebens genießen und die schwierigeren Erfahrungen teilen kann. Und doch – gewisse Strecken im Leben gehen wir auch allein, und hierin liegt immer eine große Chance. Wir erhalten so die Gelegenheit, uns selbst ganz nahe zu sein und in dieser Stille mit uns selbst ins Reine zu kommen. Ein Vorgang, dem wir jedoch in der Praxis allzu gerne ausweichen.

Gedanken wie diese haben mich bewogen, eine Liste von Dingen zu erstellen, durch die ich mir selbst Freude bereiten kann und die (fast) kein Geld kosten. Ich kann mich auf diese Weise also weitgehend unabhängig von äußeren Quellen des Wohlbefindens machen. Die Resultate finde ich erstaunlich, denn sie zeigen, wie einfach und schlicht das Glück im Grunde doch ist. Einen hohen Stellenwert haben dabei die Rückverbindung mit der Natur und der bewusste sinnliche Genuss. Raus aus den Gedanken und rein ins pure Sein!

Die nachfolgende Liste stellt natürlich nur einen klitzekleinen, persönlichen Ausschnitt an Möglichkeiten dar, die Süße des Lebens zu empfinden. Sie ist unendlich erweiterbar und lädt dazu ein, dich gedanklich mit deiner eigenen Liste zu beschäftigen – oder diese vielleicht sogar zu Papier zu bringen. Gute Punkte erkennst du daran, dass du schon beim Aufschreiben eine diebische Freude empfindest…

Ich wünsche uns allen viele süße Momente der Leichtigkeit – gemeinsam und allein genossen.

Von Herzen, Andrea

 

  • Streichle ausgiebig ein Tier. Nimm dir Zeit dafür. Sieh, wie es Deine Berührung genießt und wie angenehm sein Fell sich unter deiner Hand anfühlt. Sieh dem Tier in die Augen.
  • Geh durch die Straßen und lächle Menschen an. Trau dich und beobachte was passiert.
  • Tue etwas, das du noch nie getan hast, oder besuche einen Ort in deiner Umgebung, an dem du noch nie warst. Neues zu entdecken macht glücklich.
  • Befasse dich jeden Tag einmal bewusst mit deinem größten Traum. Alles ist möglich!
  • Genieße ganz bewusst ein frisches Stück Brot mit Butter.
  • Leg einen Samen in die Erde und beobachte die Pflanze beim Wachsen. Hege und pflege sie.
  • Wenn du einen emotionalen Durchhänger hast, suhle dich darin, ohne dich davon abzulenken. Fühle dich schlecht, weine, sei wütend oder traurig – bewerte oder verurteile dich nicht dafür. Spüre einfach, was in dir vorgeht und leere den Kelch bis zur Neige. Lass die Angst los, es könnte nicht mehr aufhören. Nur was wir bewusst durchleben, kann irgendwann heilen.
  • Beobachte einen Tag lang deinen Atem: Wie oft wird er flach? Sobald du es bemerkst, öffne deinen Bauchraum wieder und atme tief.
  • Schreibe einen Brief an dich selbst – wie ein Mensch, der dich liebt und der selbst deine Schwächen charmant findet.
  • Sage Nein, wenn dir nach einem Nein ist. Wirklich – tue es!
  • Sitze oft mit geschlossenen Augen in der Sonne und genieße ihre wärmenden Strahlen auf der Haut.
  • Lege im Wald ein Sonnenrad oder ein anderes Muster aus gesammelten Ästchen und Stöcken. Rieche den Waldboden, fühle die unterschiedlichen Rinden unter deinen Händen und kehre mit schmutzigen Fingernägeln heim.
  • Versuche Gesichter in den Wolken und Bäumen zu entdecken. Freue dich wenn Du eines siehst!
  • Stelle deinen Wecker und beobachte den Sonnenaufgang.
  • Tue mal einen halben Tag lang alles extra langsam…
  • Ruhe auf einer Decke auf dem Gras aus und stell dir dabei vor, dass aus deinem Körper Wurzeln in den Boden wachsen. Tanke Kraft und lass Dir Zeit.
  • Fahre Wasserrutsche! Unterdrücke das Schreien nicht, wenn dir danach ist!
  • Leere dein Tränenreservoir. Wie oft drücken wir unsere Tränen weg, weil die Situation nicht passt oder wir uns dem Schmerz nicht hingeben können/wollen? Wie oft hast du dich in schlechten Zeiten von diesem Schmerz und den Tränen abgelenkt? Die Musik abgedreht, die dich sonst zum Weinen gebracht hätte? Die Tränen runtergeschluckt? Doch all diese ungeweinten Tränen sind in Wirklichkeit noch da und trüben deine Lebensfreude. Hole sie hervor und lasse sie abfließen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
  • Tanze wild zu lauter Musik!
  • Du bist immer am richtigen Ort. Alles läuft nach Plan. Hab Geduld, vertraue und lass Dir Zeit.
  • Sammle schöne Steine und baue Steintürme.
  • Iss achtsam eine Nuss oder eine Rosine. Zunächst betrachtest du sie und befühlst sie aufmerksam. Dann legst du sie in den Mund und spürst, was dabei geschieht – noch ohne zu kauen. Schiebe sie mit der Zunge hin und her. Dann beginne sehr langsam zu kauen, mindestens 20 Mal. Was geschieht in deinem Mund? Was verändert sich? Wie fühlt es sich an, nur bei dieser Nuss oder Rosine zu sein und sonst gar nichts anderes zu denken oder zu tun?
  • Suche im Klee ein vierblättriges Kleeblatt. Die Betonung liegt auf „suche“.
  • Miste mal richtig aus. Die befreiende Wirkung ist phänomenal!
  • Erinnere dich an etwas, das dir als Kind schon die allergrößte Freude bereitet hat. Tue es wieder.
  • Halte ein Schläfchen, wenn du müde bist und die Gelegenheit dazu hast. Schaffe Gelegenheiten dafür.
  • Dümple an einem Sommertag ganz allein in einem Planschbecken voll Wasser vor dich hin.
  • Ehre dein Herz, du kannst ihm immer vertrauen: Dein Herz spricht zu Dir.
  • Das Leben ist dir wohlgesonnen. Kalkuliere dies ein bei allem was du tust.
  • Tauche die nackten Füße in einen Bach und genieße die Frische.
  • Verbringe ein Wochenende ohne Internet, Fernseher und Radio, ja sogar ohne Musik. Halte die Stille aus. Welche Gedanken und Emotionen kommen in der Stille hoch? Sie sind es wert, dass du dich mit ihnen beschäftigst.

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Kategorien:Bewusstsein, Glück

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2 replies

  1. Hallo;)
    Ist echt Schön geschrieben…
    Gerade bei Liebesbotschaften kommt es darauf an wie man wie man etwas schreibt. Die Reihenfolge und die Eigenen Gefühle beim formulieren spielen eine große Rolle.
    Ich gehe davon aus bestimmte Worte oder Silben erwecken in uns Urinstinkte.
    Uns wurden Worte Falsch vordefiniert in der Matrix… Deswegen verstanden wir uns des öfteren nicht richtig
    Weil mit Worten tun wir auch Gefühle transportieren.
    Das heisst beim schreiben eines Liebesgeständnis (Armors Pfeil) tut man gleichzeitig den Satz ja im Kopf formulieren. Und dabei hat man bestimmte Emotionen die bestimmte Worte an einer gezielten Stelle im Satz, kann man sein Gefühl transportieren an den Empfänger.
    Wenn es dich rührt dann ist auch mit Sicherheit der Empfänger beim lesen gerüht davon.
    Aber das funktioniert nur wenn er/sie ehrlich zu dir war mit seinem/n Gefühlen zu dir.

  2. ja, das Alles und noch viel mehr, sollte ich wirklich noch mal tun, danke

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