Ein paar persönliche Gedanken

drop-of-water-7720_1280„Die Stunde der Wahrheit“ gibt es nun schon seit einigen Jahren, und in dieser Zeit hat sich hier sehr viel getan. Menschen, Themen und Brennpunkte kamen und gingen, und jeder aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass nichts hier so beständig ist wie die Veränderung. Wie ein unaufhörlich strömender Fluss sein kunterbuntes Schwemmgut mit sich trägt, den Spaziergängern an den Ufern vor die Füße legt, weiterfließt und mit sich fortspült, was keinen Halt findet oder einfach die Reise genießt und nicht angespült werden will. Weil seine Zeit noch nicht gekommen oder vielleicht sogar schon wieder vorüber ist.

Die Themen hier sind so facettenreich wie das Leben selbst, mit einer Bandbreite, die nahezu alles (vorurteilsfrei) einschließt. Von (alternativen) Informationen zum Weltgeschehen, Leitfäden zur Lebensgestaltung aus einer psychologischen, philosophischen oder spirituellen Warte – oder Kombinationen daraus – bis hin zur Beobachtung von Projekten und Lebensformen, die im Geiste der neuen Zeit stehen (erfolgreich oder nicht, das sei dahingestellt). Auch das Thema Bewusstwerdung ist bei uns ein Dauerbrenner, genauso wie Informationen zum System, dem Umgang mit ihm sowie mögliche Alternativen.

Bei genauerem Hinsehen ist gut erkennbar, dass all diese Themen einfach nur unterschiedliche Brillen darstellen, durch die wir das Leben betrachten und unsere Rollen in ihm definieren können. Keine davon ist einer anderen in ihrer Bedeutung über- oder untergeordnet, besser oder schlechter, wichtiger oder unwichtiger. Es sind Werkzeuge – Spielzeuge, wenn man so will – und ihre Anwendung wird zu jedem Zeitpunkt so unterschiedlich ausfallen wie die Menschen und ihre Sicht auf die Dinge im jeweiligen Moment ihrer Selbst-Erfahrung nun einmal sind. Wir alle sind hier, um keinen dieser Momente auszulassen, sondern um sie in ihrer Fülle auszukosten und zu erleben – jedem wachen Menschen ist dies bewusst.

sich selbst entfaltenEs kommt immer wieder zu Diskussionen über die Effektivität und Sinnhaftigkeit einer oder mehrerer dieser Brillen, über die „richtige“ oder „notwendige“ Vorgehensweise bei bestimmten Herausforderungen, die das Leben auf diesem Planeten mit sich bringt. Ein lebendiger, aufgeschlos-sener, respektvoller Austausch hierzu ist zu jeder Zeit sinnvoll und gewünscht und kann durchaus für neue Impulse und Erkenntnismomente sorgen. Aber aus ihrer Erfahrung wissen viele bereits, dass es nicht viel Sinn macht, gewisse Ansichten oder Vorgehensweisen zu kopieren, nur weil ein anderer sie mit (scheinbarem) Erfolg angewandt hat. Meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass das Werkzeug, das ich in meiner Hand führe, relativ geringen Einfluss auf den Verlauf oder Erfolg der damit durchgeführten Handlung hat. Entscheidend ist, ob dieses Werkzeug in Resonanz mit meinem Bewusstsein steht, meinen tiefsten Überzeugungen. Insofern kann ich mir ein Nachahmen von „Erfolgsstrategien“ sparen – genauso wie das allzu eifrige Empfehlen der Sicht durch meine eigene Brille, die mir selbst vielleicht eine klarere Sicht ermöglicht hat, einem anderen jedoch in seiner ganz speziellen, momentanen Erfahrung einfach nichts bringen wird. Ich glaube allerdings, dass die Zeit kommt, wo wir diese Brillen allesamt ablegen und im wahrsten Sinne des Wortes sehend werden.

Für mich selbst halte ich es gern mit der sanften Methode des Mit-Abstand-Betrachtens. Eine gesunde Kombination aus dem (sehr mäßigen, denn weniger ist mehr) Aufnehmen von Informationen aus dem Außen, In-mich-Hineinspüren, Ausprobieren oder Betrachten und irgendwann dann auch wieder Loslassen und Weitergehen. Das Ganze gewürzt mit viel Zeit für Langsamkeit und Stille. Bloß keine Prinzipien entstehen lassen, sie betonieren einem den Bewegungsapparat ein und blockieren das freie Fließen von Kraft und Inspiration.

An dieser Stelle möchte ich noch ein Wort zum Thema Kommentare verlieren. Gelegentlich wird unsere Redaktion mit Vorwürfen der „Zensur“ konfrontiert, die wir angeblich beim Umgang mit den Leserkom-mentaren walten lassen. Dazu Folgendes: Auf „Die Stunde der Wahrheit“ werden grundsätzlich niemals, ich wiederhole niemals Kommentare gelöscht, nur weil sie eine kritische Meinung zum Ausdruck bringen. Kommentare jedoch, die jeder Freundlichkeit, jeden Respekts vor der Andersartigkeit sowie jeder Sinnhaftigkeit für die Mitleser entbehren, sind hier unerwünscht. Auch dogmatische Belehrungen sind völlig fehl am Platz. Es mag Foren geben, wo alle Kommentare zugelassen werden und keinerlei Moderation erfolgt. Hier bei uns ist dies nicht der Fall, und das ist unter der Kommentarfunktion ganz klar herausgestellt. Die Zahl unserer Abonnenten steigt nach wie vor an, und ich denke, einer der Gründe dafür ist das achtsame Miteinander, auf dessen Pflege wir hier immer geachtet haben und auch weiter achten werden.

Liebe Leserinnen und Leser, an dieser Stelle einfach mal ein großes und aus dem Herzen kommendes Dankeschön für Eure Begleitung und die Zeit, die Ihr unseren Artikeln widmet. Jeder unserer Redakteure hier hat in den vergangenen Jahren – ebenso wie wohl die meisten von Euch – eigene, tiefgehende Lebensprozesse durchschritten, und an keinem von uns sind die sprichwörtlichen „neuen Energien“ spurlos vorübergegangen. Wie man es dreht und wendet – worum es bei dem Ganzen hier letztlich geht, ist doch, dass wir uns aneinander und miteinander erfahren, die verborgenen Facetten des Lebens miteinander entdecken und das freilegen, was der menschlichen Rasse vielleicht auf ihrer Reise durch die Äonen auf diesem Planeten verloren gegangen ist – das große ER-INNERN.

shell-317395_1280Ein Projekt, das definitiv von Erfolg gekrönt sein wird, sobald wir uns des einen Urstoffs gänzlich bewusst geworden sind, der alles mit allem verbindet.

Fangen wir hier und heute damit an.

Von Herzen
Océane

 

 

 

 

 

 

 



Kategorien:Allgemein

10 replies

  1. Moin, Moin,

    ich bin gerade über diese Seite gestolpert. Das sich etwas verändert und schon verändert hat, bemerke ich schon seit ich denken kann, zumindest solange ich mich darn erinnern kann. Also in einem Zeitrahmen der letzen 35 Jahre, bin 37 Jahre alt. Ich hatte immer ein gewisses Gespühr dafür, eine Sensiblität, nur das ich nicht immer verstanden habe, warum und wieso. Ich kannte den Grund dafür nicht. Ich möchte mich nun erstmal bedanken, bei Ihnen und Ihrem Team! Ich sehe nun das ich damit nicht alleine bin und das ist schon sehr viel Wert.

    Mit freundlichen Grüßen

    MoinMoin

  2. Hervorragende Arbeit und sehr nützliche Informationen. Vor allem vielen Dank an die Übersetzer des UBUNTU Buches von Michael Tellinger. Durch unser gemeinschaftliches TUN und SEIN gedeihen wir langsam zusammen. Weiter so.

  3. Liebe Oceàne,
    Dir und dem ganzen Team, sei einmal ganz besonders „DANKE“ gesagt. Ich schätze es sehr, dass auf dieser Seite, zwar kritisch, aber vor allem respektvoll mit einander umgegangen wird. Nicht nur Eure Beiträge, sondern auch die Kommentare der anderen Leser, sind für mich sehr wertvoll und bereichern mein Leben. Wie sagt man so schön,“ man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.“ Diese Seite, hat mich auch gelehrt, Dinge mal aus anderen Blickwinkeln zubetrachten.
    LG Helga

  4. DANKE….durch eure Mitteilungen kam sehr viel Klarheit und Herzenswärme zum Ausdruck….

  5. Bitte ab sofort den Newsletter abmelden

    Johann Mehringer aus Bobingen

  6. Danke Euch für Eure gute Arbeit hier. Die Anmerkung zur Kommentarfreischaltung ist wohl nötig. Für mich ist das völlig verständlich.
    LG
    Kruxdie26

  7. Herzlichen Dank für diese schöne, balancierte Betrachtungsweise!
    Es gibt 7 Ebenen der Wahrnehmung und sehr schwer für die Menschen,sich selbst einzuschätzen wo sie mit sich selbst stehen – das ist wie bei den Windows-Betriebssystemen: Windows 8 kann Windows 2000 verstehen, aber Windows 2000 kann Windows 8 nicht verstehen. Auf allen Ebenen gibt es zwar „Erleuchtungen“ und Erkenntnisse, aber es gibt immer eine noch unbegrenztere, größere, schönere Sicht- oder Betrachtungsweise die angestrebt werden kann, dessen sollten wir uns immer bewusst sein.
    Danke für eure vielen wunderschönen Artikel und Übersetzungen, eure Zeit, euer Wohlwollen und alles andere was ihr hier mit uns teilt.

    • Lieber Yada,

      Du sprichst mir aus dem Herzen. Herzenswahrheiten sprechen denjenigen an, der dafür offen ist und es ist schön, dass sich immer mehr Seelen öffnen und erkennen, wer und was sie sind. Ja, „Was du wahrnimmst, hängt davon ab, wo du stehst.“
      Danke für diese besondere Zeit, in die ich/wir inkarniert wurde/sind und für den Weg, den ich/wir gehen darf/dürfen. Danke für die vielen Hinweise, zur Bewußtwerdung und Erkennen der heutigen Zeit (-qualität).
      Danke Euch, die Ihr dies alles uns zugänglich macht und mit uns teilt!

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