Stoff zum Nachdenken: Der Zinseszinseffekt

Hier ein sehr interessanter Beitrag, der Stadtsparkasse Rosenheim/Aibing. Ihr Newsletter Artikel von 2012 wurde sogar am 05.05.2014 von dem „Handelsblatt“ aufgegriffen. Ein ist wohl ein Zeichen des Wachwerdens. Ob allerdings „Geld eine der genialsten Erfindungen der Menschheit ist“ sei dahingestellt. Wer sich mit der UBUNTU Thematik auseinander setzt, kann schnell merken, dass Geld ein Hemmnis der Prosperität ist. Ob mit oder ohne Zins. Der Wert liegt bekanntlich nicht im GELD, sondern in UNS, den Menschen, nicht Personen. Er liegt in den Menschen. In ihrem Geist, in ihrer Schaffenskraft. Wie Michael Tellinger so treffend sagt:

„Uns wird immer wieder gesagt, unsere Probleme wären unüberwindbar, dass alles sehr kompliziert wäre und nur Geld die Probleme der Welt lösen könne. Wir wissen mittlerweile, dass dies eine Lüge ist – denn Geld tut nichts. Die Menschen tun alles – Menschen bauen Lebensmittel an, bauen Brücken, lösen mathematische Formeln und erschaffen die schönsten Kunstwerke. Menschen tun alles mit viel Geist und Freude, wenn ihnen dies erlaubt wird. Geld ist das Hindernis, das uns alle davon abhält zu erschaffen und zu gedeihen.“ (Das Ubuntu Prinzip)

An dieser Stelle vielen Dank an Huky für diesen Hinweis!

Quelle: https://www.spk-ro-aib.de

Stoff zum Nachdenken: Der Zinseszinseffekt

Darüber sind sich selbst die Fachleute selten einig. Ist es die Finanzpolitik? Sind es die nationalen oder internationalen Zentralbanken? Nein, es ist ein Konstruktionsfehler in unserem Geldsystem: der Zins auf Zins.

Wir befinden uns in einem soliden „Denkgefängnis“, in dem wir uns in Bezug auf das Thema „Geld“ eingerichtet haben. Die Kritik am Geldsystem stimmt zwar, aber wir verfügen nicht über die Macht und den Willen, es zu ändern. Der Zins gehört zum Eingangsparadigma, das alle Ökonomen akzeptieren müssen – vom Bankberater bis zum anerkannten Experten der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Alle ökonomischen Modelle und Berechnungen setzen den Zins als gegeben voraus.

Die Frage hierbei ist: Wollen wir ein Geldsystem, das Stabilität gewährleistet? Oder bevorzugen wir ein System, das großen Wohlstand auf Kosten anderer ermöglicht? Langfristig wird jedes Geldsystem durch Zins und Zinseszins zusammenbrechen.

Doch unser Geldsystem ist nicht gottgegeben. Wir Menschen haben es geschaffen und könnten es auch wieder verändern. Es gibt Lösungsansätze und Geldentwürfe (z.B. das Regionalgeld-Projekt „Chiemgauer“), die einen Nutzen optimieren und helfen, Geld zu schaffen, das weder einem krankhaften Wachstumszwang unterliegt, noch eine ständige Umverteilung von der großen Mehrheit der Menschen zu einer kleinen Minderheit verursacht. Der Trend hält unvermindert an, wie aus dem aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hervorgeht.

Geld ist eine der genialsten Erfindungen der Menschheit. Ohne Geld gäbe es keine Spezialisierung und damit keine arbeitsteilige Zivilisation. Aber wir haben ein völlig festgefahrenes Verständnis davon entwickelt, was Geld ist – als sei das heutige das einzig denkbare oder akzeptable Geld.

Bild exponentielles Wachstum durch Zinsen

Jeder natürliche, gesunde Organismus hört ab einer bestimmten Größe auf zu wachsen. Im Hinblick auf das Geld trifft dies jedoch nicht zu. Das auf Zins und Zinseszins basierende Geldsystem ist kein natürlicher Organismus. Dieses künstliche Konstrukt folgt einem grundlegend anderen Wachstumsmuster – dem sogenannten exponentiellen oder Verdoppelungswachstum – verursacht durch den Zinseszinseffekt.

Anfangs wächst das verzinste Geld um sehr geringe Beträge, dann aber kontinuierlich schneller und schließlich verläuft die Wachstumskurve fast senkrecht. Geld verdoppelt sich in regelmäßigen Abständen durch Zins und Zinseszins.

Je höher der Zins, desto schneller, je niedriger der Zins, desto langsamer führt es zum Kollaps. Das gilt spiegelbildlich auch für die Schulden. Sehr dramatisch zeigt sich da die Situation in den „Entwicklungsländern“. Ein afrikanischer Präsident äußerte sich 2008 auf einem Gipfeltreffen wie folgt:

„Wir haben 1985/1986 fünf Milliarden Dollar geliehen. Bis jetzt (2008) haben wir 16 Milliarden Dollar zurückgezahlt. Jetzt wird uns gesagt, dass wir immer noch Schulden haben, wegen der Zinsraten mit seinem Zinseszinseffekt der Kreditgeber“.

Ist ein immer größeres Wachstum, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), wirklich der ultimative Wohlstandindikator? Oder sollte man nicht Bedingungen schaffen, die das Streben nach möglichst hohem Bruttoinlandsglück fördern? Darüber sollten wir nachdenken.

 

Das Thema des Monats ist Teil des kostenlosen Zins & Börse Newsletters (Okt. 2012) Ihrer Sparkasse
Rosenheim-Bad Aibling.



Kategorien:Dringende Fragen, Erwachen, Positive Veränderungen

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2 replies

  1. Die wenigsten von uns haben in der schulischen (Aus)bildung in der Tiefe den Zinseszins rechnerisch nachvollzogen.
    Heute ist mit der Excel Tabellen Kalkulation in wenigen Minuten fuer jeden nachvollziehbar, wie im Laufe der Zeit, bei verschiedenen Zinsannahmen, die „Zinskurven“ sich entwickeln.
    Wir wissen, ohne grossen technischen und zeitlichen Aufwand, dass bei 100 % Zins / Jahr sich der Wert verdoppelt.
    Aus 1 wird 2,4,8,16,32,64 u.s.w.
    Liegt der Zins bei 1 % pro Jahr, so ist jeweils nach 70 Jahren eine Verdoppelung zu verzeichnen,
    bei 5% Zins nach ca. 14 Jahre, eine Verdoppelung.
    Mit der Excell Tabelle auf der „X“ Achse die Zeitschiene, und auf der „Y“ Achse die % te.
    Die Formel im Zinseszins lautet:
    KEnd = K Anf x q^n

    KEnd = Endkapital
    KAnf = Anfangskapital
    n = Perioden, hier= Jahre
    q = Zinseszinsfaktor

    q = 1 + Zins/100

    Mit ein wenig Geduld koennt Ihr die Ergebnisse mit 2 Stellen hinter dem Komma auf mehrere Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte euch sichtbar machen. Meine Empfehlung ist, die Werte der Verdoppelung farblich zu markieren, denn damit wird leicht sichtbar, dass abhaengig von der Zeitschiene, die Exponentialfunktion in den „Himmel“ schiesst, in der Realitaet des „Geldlebens“ ein Zusammenbruch erfolgen muss, denn mathematische Gesetze lassen sich nicht durch menschliche „Triebe“ aushebeln. Auch wird nunmehr deutlich, dass bei niedrigen Zinsen nach vielen Jahrzehnten die Exponentialfunktion ueber das Wirtschaftswachtum einer Volkwirtschaft hinausgeht, und auch die Lebensdauer der meisten Menschen ueberschreitet, und erst die „Enkelgeneration“ die negativen Wirkungen erleben muss.

    Legen wir auf diese Arbeit ein proportinales Wirtschaftswachstum von z.B. 3 % so zeigt uns der Schnittpunkt der Graphen, ab wann eine Volkswirtschaft die Zinsforderungen nicht mehr bedienen kann. Die Folge in der Realitaet, Verelendung der Menschen bis hin zum Krieg.

    Aus diesem mathematischen Ableitungen wird nunmehr absolut klar, dass unser Denkansatz mit Zinsen leistungsloses Einkommen zu erzielen, grundsaetzlich den Straftatbestand des Raubes erfuellt. Auch wird glasklar, dass mit Modifikationen in der Zinseszinsformel nur der Zeitpunkt des Zusammenbruches verschoben wird.

    Auch die Veraenderung der Bezeichnung wie „Risikopraemie, Kostenanteil, Leihgebuehr und was es sonst noch so fuer Bezeichnungen gibt, es aendert sich nichts in der mathematischen Grundlage. Ein Entrinnen aus diesem System ist so nicht moeglich.

    Ergo:
    Das monetaere Zinseszins Schuldgeldsystem ist ein genereller Systemfehler, ein Dilemma!

    Die Achtung der Naturgesetze ist zwingend einzufordern!
    Zins und Zinseszins ist absolut zu verbieten.

    Haben wir diesen Sachverhalt auch geistig verinnerlicht, so wird eine Abkehr von dem Zinseszins System ein volkswirtschaftlicher Segen sein.

    Es stellt sich nunmehr die Frage, wie kann ein anderes Belohnungssystem installiert werden. In der Geschichte gab es genuegend praktische erfolgreiche Beispiele, das Freigeld.

    Ich gehe hier nicht weiter darauf ein, denn dazu kann jeder von Prof. Franz Hoermann, per Internet. sehr professionelle Informationen erhalten.

    Viel Spass beim persoenlichen Nachvollziehen obiger Erkenntnisse.

  2. Denken an und für sich ist ja schon das Problem.
    Gibt es ein Problem ohne Denken?

    Ohne Gedanken kann es kein Problem geben.
    Das Problem ist ja schon das denken!
    Klartext: Das Problem ist schon, dass das Problem denkt, es müsste oder könnte das Problem lösen.
    Und seitdem will das Problem das Problem lösen!
    Der Problem Verursacher, das Denken, will nun unsere vordringlichsten Probleme lösen.

    Und was Gott betrifft, kann hier nur der W E L T L I C H E,
    der G E L D L I C H E Gott gemeint sein.

    Jener Gott der auf dem amerikanischen Eindollarschein gehuldigt wird.
    Wo drauf steht :> In God We Trust!<
    Einzig diesem Gott kann auf diesem Planeten gedient werden!
    Welchem denn sonst?

    Solange das Problem (der denkende Mensch) glaubt, er hätte ein Problem mit dem Problem, solange ist dieses Programm wahrscheinlich auch festgeschrieben…

    Was das mit dem Thema Geld zu tun hat?—Alles und Nichts!

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