ARD, ZDF Zensur: Geheime Anweisung für Talkshows?

31.01.2014

ARD & ZDF: Für die Spitze der Moderatoren in Deutschland soll es spezielle rhetorische Schulungen geben, wie mit Gästen umzugehen ist, die eine systemkritische Haltung vertreten (z.B. Euro, EU, Einwanderungsdebatte etc.). Nur ein Gerücht?

ard-zdf-400x366Von Heiko Schrang

Markus Lanz aggressiver Interviewstil in seiner gleichnamigen Sendung vom 16.01.2014 gegenüber Sahra Wagenknecht brachte bei vielen Zuschauern das Fass zum überlaufen und führte schließlich zu einer Online-Petition aufgebrachter Rundfunkgebührenzahler. Diese Petition hat mittlerweile ca. eine Viertel Million Unterstützer.

Schon 2007 wurde offensichtlich, dass die deutsche Fernsehlandschaft nicht bereit ist, in angemessener Art und Weise über Themen zu diskutieren, die vom Mainstream abweichen. Leidvoll musste diese Erfahrung auch die Fernsehmoderatorin Eva Hermann bei der Sendung von J. B. Kerner machen. Aufgrund ihrer Äußerung zur Familienpolitik im Dritten Reich, wurde sie von Johannes B. Kerner aus der Sendung geschmissen. Kerner nahm die Rolle des Inquisitors ein und statuierte damit ein Exempel.

Bei genauer Betrachtung von politischen Sendungen ist immer mehr festzustellen, dass eine Vereinheitlichung, ähnlich wie zu DDR-Zeiten, erfolgt.

Warum das so ist, wurde mir in den letzten Tagen von einem Insider der Medienlandschaft mitgeteilt, der sich anonym an mich wandte. Er hoffte, dass ich dieses Thema aufgreife, da er mein Buch kannte, an welches sich aufgrund der Brisanz kein Verlag traute und welches ebenfalls hochbrisante Themen behandelt.

Nach seinen Aussagen soll es für die Spitze der Moderatoren in Deutschland spezielle rhetorische Schulungen geben, wie mit Gästen umzugehen ist, die eine systemkritische Haltung vertreten (z.B. Euro, EU, Einwanderungsdebatte etc.). Ferner gilt, nach seinen Aussagen, zu diesem Schulungssystem ein absolutes Stillschweigen.

Die nachstehenden Punkte sollen Teil dieser speziellen rhetorischen Schulung sein:

  • Die Motive des Kontrahenten müssen in Frage gestellt werden, so dass der Zuschauer den Eindruck gewinnt, dass er nur von persönlichen bzw. materiellen Vorteilen motiviert ist.
  • Der Moderator hat empört zu reagieren, wenn bestimmte Personen bzw. angesehene Gruppen angegriffen werden. In diesem Fall ist die Diskussion über Tatsachen zu vermeiden und der Gegner in die Defensive zu drängen.
  • Egal, welche Beweise der Talkgast liefert, er muss denunziert werden, als verbreite er Gerüchte. Sollte der Kontrahent sich auf Internet-Quellen beziehen, ist wie folgt zu verfahren: Sie müssen als unseriös und als Verschwörung dargestellt werden.
  • Sollte die Diskussion entgleiten, ist der Talkgast mit inakzeptablen Gruppen in Verbindung zu bringen: Rechtsradikale, Rassisten, Verschwörungstheoretiker und sonstige Fanatiker usw.
  • Sollte der Kontrahent sich nicht rhetorisch einwandfrei ausdrücken können, ist ihm mangelnde Sachkenntnis zu unterstellen.
  • Unbedingt muss die gesellschaftliche Position mit Glaubwürdigkeit gleichgesetzt werden, um Argumente zu entkräften.
  • Sollte sich der Talkgast als zu hartnäckig in der Argumentation zeigen, dann soll die Position des Gegners mit der Begründung entkräftet werden, das Thema sei schon tausendmal durchgekaut und daher nicht der Diskussion wert.
  • Gegebenenfalls ist der Kontrahent so lange zu provozieren, bis er emotionale Reaktionen zeigt. Daraufhin sollte er als nicht kritikfähig dargestellt werden.
  • Wie im Fall des 11. September 2001 soll darauf verwiesen werden, dass große Verschwörungen pauschal unmöglich durchführbar sind, da viele Menschen daran beteiligt sein müssten und die Sache nicht geheim gehalten werden könnte.
  • Sollte der Talkgast bei den vorstehenden Punkten noch standhaft bei seiner Meinung bleiben, müssen von ihm Beweise verlangt werden, die er nicht erbringen kann und jede offene Frage soll als argumentative Bankrotterklärung gewertet werden.

Sollte dieser Fahrplan, so wie er mir mitgeteilt worden ist, tatsächlich existieren, dürften Sie zukünftigen Talkshows mit anderen Augen sehen. Aber gehen Sie nicht davon aus, dass sich etwas ändert, denn ARD und ZDF haben ja schließlich einen politischen Programmauftrag, der die Vorgaben aus Berlin und Brüssel in vollem Umfang erfüllen muss. Ungeachtet der neuen Zwangsabgabe in Form der GEZ ist es jetzt wichtiger denn je:

Wer weniger fernsieht, sieht mehr durch.

www.macht-steuert-wissen.de

So manipuliert die ARD, Beispiel „Hart aber Fair“:

Negatives Umfrage-Ergebnis zum Euro zensiert



Kategorien:Medien bloßgestellt

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3 replies

  1. Ich kenne das aus deutschen Gerichten: “ Mundtot machen “ ist die Devise. Die Entscheidung steht schon, wenn Du rein kommst, hat es ein gutachter formuliert.

  2. Zusatz: Was mich generell bei Shitstorms wurmt, ist dieses scheinbar unbewußt funktionierende (und dadurch leicht zu manipulierende) Massenphänomen, wo jeder anderen unreflektiert nachrennt, wie einen Massenhysterie, ohne die Quellen zu studieren oder einfach mal darüber nachdenkt, was gerade passiert. Das soll also die neue digitale Demokratie sein? Da fallen mir nur noch die drei Affen ein: Ein Klick – und danach Augen zu, Ohren zu und sonst zu keiner Aktion bzw. Veränderung (auch der Geisteshaltung) mehr bereit.
    Nur beim Wesen des Menschen hat sich anscheinend nichts verändert, nur dass erstmal alles noch viel schneller passiert – und zugleich viel schneller wieder vergessen wird.

  3. Ich habe zuerst auch die Nachrichten und den Shitstorm im Netz verfolgt. Dann habe ich mir aber gesagt: Alles aus zweiter Hand? Nein, ich muss es mir erst selbst ansehen. Gesagt, getan. Also ich habe das Video von Anfang bis Ende gesehen. Und musste danach feststellen:
    Lanz war wie immer, fragt halt immer sofort nach, keinen Unterschied zu anderen Sendungen gesehen. Dagegen war der andere Gast, der Sternkolumnist Jörges viel aggressiver drauf, den jedoch kritisiert niemand. Jetzt noch zum Interviewverhalten von Frau Wagenknecht: Wer die Diskussion verfolgt hat, und zwar Wort für Wort, Satz für Satz, muss feststellen, dass Frau Wagenknecht jedes Mal nach einer Unterbrechung ihres Redeflusses ihre Rede unterbrochen hat und brav (sic!!!) darauf geantwortet hat. Selber Schuld! Meine Strategie wäre es gewesen, wenn ich schon so redegewandt und rethorisch fit bin, einfach weiterzureden und nicht aufzuhören, bis mein Satz oder Absatz fertig ist. Da wäre ich mal gespannt, wie sich Lanz &Co. verhalten würden. Man muss diese Moderatoren dominieren und nicht sich von diesen in die Enge treiben lassen. Frau Wagenknecht ist ein Politprofi und eine geborene Rednerin. Sie hat nur eine falsche Taktik gewählt und sich ganz schlecht verkauft: Nicht als starke Frau, sondern als brave Schülerin, die dem Lehrer Lanz immer ganz brav antwortet, und zwar immer, wenn der Lanz (sic!!) es will.

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