RAP – Musik, die kriminelles Verhalten fördert

Im Rahmen der absoluten Daten ein interessanter Artikel zum Thema Manipulation in der Musikindustrie mit dem Zweck die Auslastung der privaten Gefängnisse auf Optimum zu halten…
Noch interessanter ist es, wenn man auf die Originalseite, von der dieser Artikel übersetzt wurde, geht, so fällt es einem auf, dass im Archiv der Webseite http://wariscrime.com ALLE Artikel des Monats Mai von 2012 fehlen. Dieser Artikel wurde dort am 15. Mai 2012 eingestellt…

Danke Daniela für den Hinweis.

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gangsta-rap

Last Updated: Jul 2, 2012 – 5:05:42 AM

The Rap Music Conspiracy
By anonymous
Jul 2, 2012 – 5:02:59 AM
The Rap Music Conspiracy
Anonymous – Hip Hop Is Read via O’Finioan’s Blog 14,
May 15, 2012
Übersetzung: Laura Karán, 8. Juli 2012
http://mind-master.info/rap-musik-verschworung/

Nach mehr als zwanzig Jahren habe ich mich jetzt endlich entschlossen, der Öffentlichkeit mitzuteilen, was ich 1991 erlebt habe. Ich glaube, dass dies einer der grössten Wendepunkte in der populären Musik war, wenn nicht sogar in der amerikanischen Gesellschaft.

Ich habe lange mit mir gekämpft, die Pros und Contras abgewägt, diese Geschichte der Öffentlichkeit preis zu geben, da ich zögerte, die Menschen mit einzubeziehen, die an diesem Tag zugegen waren. So habe ich einfach beschlossen, alle Namen wegzulassen und auch Einzelheiten, die mein persönliches und das Wohlergehen jener betrafen, die – genau wie ich – in etwas hinein gezogen wurden, wofür sie nichts konnten und nicht bereit waren.

Zwischen den späten 80ern und frühen 90er Jahren war ich jemand, den man als “Entscheidungs-Macher” bezeichnen konnte und zwar bei einer sehr gut eingeführten Firma in der Musikindustrie. Ich kam in den frühen 80er Jahren aus Europa und etablierte mich schnell in diesem Business.

Damals war diese Industrie anders. Da Technologien und Medien den Menschen noch nicht so zugänglich waren wie heute, hatte die Industrie eine grössere Kontrolle über die Öffentlichkeit und ausserdem die Mittel, diese in jeder gewünschten Hinsicht zu beeinflussen. Das mag erklären, warum ich im Frühjahr 1991 eingeladen wurde, einem Meeting hinter verschlossenen Türen beizuwohnen, zusammen mit einer kleinen Gruppe von Insidern des Musik-Business, um die neue Richtung der Rap Musik zu diskutieren. Ich habe nicht im Geringsten geahnt, dass wir hiermit gebeten waren, an einer der höchst unethischen und destruktivsten Geschäftspraktik teilzuhaben, die ich jemals gesehen habe.

Das Meeting fand an einem privaten Ort irgendwo ausserhalb von Los Angeles statt. Ich erinnere mich, dass etwa 25 bis 30 Leute da waren, die meisten von ihnen waren mir bekannt. Während wir uns unterhielten, witzelten wir über das Thema des Meetings, da sich viele für die Rap Musik überhaupt nicht interessierten und einfach keinen Zweck dahinter sahen, die Zukunft dieser Musik zu diskutieren und dafür noch zu einer privaten Zusammenkunft geladen zu werden.

Unter den Teilnehmern war eine kleine Gruppe unbekannter Gesichter, die unter sich blieb und keine Anstalten machte, über ihren Kreis hinaus Kontakt aufzunehmen. Aufgrund ihres Benehmens und ihrer formellen Erscheinungen schienen sie nicht in unserem Business tätig zu sein.

Unsere Plaudereien wurden damit unterbrochen, dass wir gebeten wurden, ein Geheimhaltungsabkommen zu unterzeichnen, das uns davon abhalten sollte, die Informationen, die wir während des Meetings bekommen würden, öffentlich zu diskutieren. Unnötig zu betonen, dass das einige von uns neugierig machte, in manchen Fällen aber auch beunruhigte.

Das Abkommen war nur eine Seite lang, aber sehr klar in der Sache und den Konsequenzen, die die Beendigung des Arbeitsverhältnisses bedeuteten, sollten wir in irgendeiner Form die Abmachung verletzen. Wir fragten verschiedene Leute, worüber es in diesem Meeting eigentlich ging und welche Gründe es für diese Geheimhaltung gäbe, fanden aber niemanden, der eine Antwort hatte. Ein paar von uns verweigerten die Unterschrift und verliessen den Raum. Keiner hielt sie zurück. Ich war versucht, ihnen zu folgen, aber meine Neugier gewann. Einer der Männer aus der “unvertrauten” Gruppe sammelte die Vereinbarungen ein.

Gleich nachdem das Meeting begonnen hatte, dankte uns einer der Kollegen aus der Musikindustrie, (sein Name wird nicht preis gegeben, genausowenig wie alle anderen), dass wir blieben. Dann übergab er an einen Mann, der sich nur mit seinem Vornamen vorstellte und keine weiteren Einzelheiten zu seinem persönlichen Hintergrund gab. Ich denke, es war der Eigentümer des Anwesens, aber das wurde nie bestätigt.

Er lobte uns kurz alle für den Erfolg, den wir in der Musik-Industrie erreicht hatten und beglückwünschte uns dazu, für diesen kleinen Kreis von “Entscheidungsmachern” ausgewählt worden zu sein. An diesem Punkt habe ich angefangen, mich leicht unangenehm zu fühlen wegen dieser seltsamen Zusammenkunft.

Das Thema änderte sich schlagartig, als der Redner uns weiterführend erklärte, dass unsere entsprechenden Firmen in eine sehr profitable Sache investiert hätten, die mit unserem aktiven Engagement noch profitabler würde. Er legte dar, dass die Firmen, für die wir arbeiteten, Millionen (Anm.d.Ü.: Dollar) in den Aufbau von privaten Gefängnisanstalten investiert hätten und dass unsere einflussreichen Positionen im Musik-Business starke Auswirkungen auf die Rentabilität dieser Investitionen hätten.

Ich erinnere mich, dass sich viele in unserer Gruppe entgeistert ansahen. Zu jener Zeit wusste ich nicht, was eine private Gefängnisanstalt ist, aber ich war nicht der Einzige. Klar, dass jemand fragte, was es damit auf sich hätte und was das alles mit uns zu tun hätte. Es wurde uns gesagt, dass diese Gefängnisse von Privatfirmen gebaut wurden, die von der Regierung Zuschüsse bekommen, abhängig von der Anzahl der Insassen. Je mehr Insassen, je mehr Geld würde die Regierung für die jeweilige Anstalt bezahlen.

Es wurde auch ganz klar dar gelegt, dass wir selbst Aktien kaufen könnten, wenn die Unternehmen damit an die Börse gingen, da die Firmen in Privateigentum sind. Die meisten von uns nahmen sich daraufhin zurück, aber trotzdem fragten ein paar von uns weiter, was das mit uns zu tun hätte. An diesem Punkt übernahm der Kollege aus der Musik-Branche wieder, der auch eröffnet hatte, und beantwortete unsere Fragen.

Er erklärte uns, da unsere Arbeitgeber stille Teilhaber an diesem Gefängnisanstalt-Business seien, war es nun in ihrem Interesse dafür zu sorgen, dass die Anstalten auch voll seien. Unser Job sei es zu helfen, dass das auch geschieht und das würde durch Vermarktung von Musik geschehen, die kriminelles Verhalten fördere. Rap sei die Musik der Wahl.

Er versicherte uns, dass das eine grandiose Gelegenheit für uns wäre, da die Rap Musik ein profitabler Wachstumsmarkt für unsere Unternehmen sei und als Angestellte könnten wir selbst auch über Aktienkauf davon profitieren.

Sofort war absolute Stille im Raum. Man hätte eine Nadel fallen hören. Ich erinnere mich, dass ich um mich schaute um sicher zu gehen, dass ich nicht träumte und sah, dass die Hälfte der Leute mit herunter gefallenen Kinnladen da sass. Meine Benommenheit wurde jäh unterbrochen, als jemand schrie: ” Soll das ein Sch….Witz sein?” Ab diesem Moment wurde es chaotisch.

Zwei der Männer, die Teil der “seltsamen” Gruppe waren, packten den Mann, der das geschrieen hatte und versuchten, ihn aus dem Haus zu entfernen. Ein paar von uns, inklusive mir, versuchten, einzuschreiten. Einer der Gruppe zog eine Pistole und wir wichen alle zurück. Sie trennten uns von der Menge und alle vier von uns wurden hinaus gebracht.

Mein Kollege aus der Industrie, der das Meeting eröffnet hatte, kam zu uns heraus gerannt und erinnerte uns, dass wir eine Abmachung unterschrieben hätten und wir die Konsequenzen zu tragen hätten, wenn wir uns darüber öffentlich äussern oder sogar mit denjenigen darüber sprechen würden, die bei dem Meeting auch anwesend waren. Ich fragte ihn, warum er in so etwas Korruptes verwickelt sei und er gab zur Antwort, dass es viel grösser sei als das Musik-Business und wir konnten ihn nicht weiter herausfordern, ohne Konsequenzen zu riskieren.

Wir protestierten alle, als er ins Haus zurück ging. Ich erinnere mich Wort für Wort an das, was er sagte: ” Es liegt jetzt nicht mehr in meinen Händen. Denkt daran, Ihr habt das Geheimhaltungs-Abkommen unterzeichnet”. Dann schloss er die Tür hinter sich. Die Männer drängten uns zu unseren Autos und beobachteten uns, bis wir abgefahren waren.

Tausend Dinge sind mir durch den Kopf gegangen, als ich weg fuhr, und schliesslich habe ich mich entschieden, in einer Seitenstrasse zu parken und meine Gedanken zu sortieren. Ich spielte die ganze Situation mehrmals in meinem Kopf durch und es erschien mir alles ziemlich irreal.

Ich ärgerte mich über mich selbst, dass ich keine aktivere Rolle beim Fragen gespielt hatte über das, was uns da präsentiert worden ist. Ich habe mir eingeredet, dass der Schock über das alles meine innere Einstellung lahm gelegt hat. Nach einer kleinen Ewigkeit konnte ich mich beruhigen und nach Hause fahren. An jenem Abend sprach ich mit niemandem mehr.

Am nächsten Tag im Büro war ich sichtlich durcheinander, aber ich schob es auf das Wetter. Keiner aus meiner Abteilung war noch zu diesem Meeting eingeladen worden und ich habe ein gewisses Schuldgefühl entwickelt, weil ich das, was ich erlebt hatte, nicht teilen konnte. Ich dachte darüber nach, Kontakt mit den drei Anderen, die aus dem Haus geworfen wurden, aufzunehmen, aber ich hatte ihre Namen vergessen und dachte, dass es vielleicht unerwünschte Begleiterscheinungen hätte, wenn ich versuchen würde, sie zu finden.

Ich habe erwogen, das zu veröffentlichen, auch wenn ich meinen Job verloren hätte, aber ich habe auch realisiert, dass ich wahrscheinlich mehr als meinen Job gefährden würde und ich wollte auf keinen Fall für meine Familie ein Risiko eingehen. Ich dachte an die Männer mit den Pistolen und hab mich gefragt, wer sie wohl waren.

Mir wurde gesagt, dass das grösser als das Musik-Business war und alles, was ich tun konnte, war, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Es gab keine Antworten und ich konnte mit niemandem darüber sprechen. Ich habe ein paar Nachforschungen über private Gefängnisanstalten angestellt, aber ich habe nichts über das Beteiligtsein der Musik-Branche entdeckt. Allerdings hat mir die Information, die ich gefunden habe, bestätigt, wie gefährlich dieses Gefängnis-Business wirklich war.

Tage, Wochen und Monate vergingen. Zum Schluss war es, als ob das Meeting nie statt gefunden hatte. Es erschien mir alles unwirklich. Ich zog mich mehr zurück und beendete meine Teilnahme an Events des Musik Business, es sein denn, ich war geschäftlich dazu verpflichtet. Bei zwei Gelegenheiten war ich bei der gleichen Veranstaltung wie mein früherer Kollege. Beide Male hatten wir Blickkontakt, aber nichts weiter.

Als die Monate vergingen, hatte die Rap Musik tatsächlich die Richtung geändert. Ich war nie ein Fan, aber selbst ich konnte den Unterschied feststellen. Rap-Stücke über Politik oder harmlose Spässe verschwanden sehr schnell, als der Gangster-Rap begann, die Radiowellen zu dominieren.

Nur wenige Monate waren seit dem Meeting vergangen, aber ich vermute, dass die an jenem Tag präsentierten Ideen erfolgreich umgesetzt wurden. Es war, als ob an die Geschäftsführer aller grösseren Labels die Anweisung ergangen sei. Die Musik kletterte in den Charts nach oben und die meisten Firmen waren mehr als glücklich, davon zu profitieren. Jeder produzierte seine eigenen Gangster-Rap-Stücke am Fliessband.

Jeder kaufte sich ein, auch Verbraucher. Gewalt und Drogenkonsum wurde zentrales Thema der meisten Rap-Musik. Ich sprach mit ein paar Kollegen, um ihre Meinung dazu zu erfahren, hörte aber wiederholt, dass es nur um Angebot und Nachfrage ginge. Unglücklicherweise sagten mir auch einige, dass die Musik ihre Voreingenommenheit gegen Minderheiten verstärke.

1993 habe ich offiziell die Musik-Branche verlassen, innerlich habe ich mich aber schon Monate zuvor verabschiedet. Ich habe den Kontakt zu den meisten meiner Kollegen abgebrochen und habe mich ganz aus dem heraus genommen, was ich einmal liebte. Ich gab mir eine Auszeit, ging für ein paar Jahre zurück nach Europa, liess mich staatenlos nieder und lebte ein “ruhiges” Leben, fernab von der Unterhaltungs-Industrie.

Mit den Jahren habe ich mein Geheimnis bewahrt aus lauter Angst, es mit dem falschen Menschen zu teilen, habe mich aber auch geschämt, nicht den Mumm gehabt zu haben, darüber zu sprechen. Je schlimmer der Rap wurde, je grösser wurde mein Schuldgefühl. Glücklicherweise macht es mir seit Ende der 90er Jahre das Internet, das ich damals noch nicht zur Verfügung hatte, leichter, hinsichtlich dessen zu recherchieren, was man heutzutage Industriekomplex Gefängnisanstalten nennt.

Nun, da ich einen grösseren Überblick darüber habe, wie private Haftanstalten funktionieren, machen die Dinge mehr Sinn für mich. Ich sehe, dass die Kriminalisierung von Rap Musik eine grosse Rolle dabei spielte, Rassenklischees zu fördern und so manches beeindruckende junge Gehirn dazu verführt hat, dieses glorifizierte kriminelle Verhalten zu übernehmen, was dann oft zur Inhaftierung geführt hat.

Zwanzig Jahre Schuld ist eine schwere Last. Das Wenige, was ich jetzt tun kann, ist, meine Geschichte zu teilen, in der Hoffnung, dass Fans der Rap Musik sich klar machen, wie sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten benutzt worden sind. Obgleich ich aus offensichtlichen Gründen weiterhin anonym bleiben möchte, ist es jetzt mein Ziel, diese Informationen soviel Menschen als möglich zugänglich zu machen.

Bitte helft mir, das weiter zu tragen. Hoffentlich werden andere, die bei dem Meeting damals 1991 dabei waren, hierdurch ermuntert, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Was mir aber das Wichtigste ist: wenn ich nur ein einziges Leben mit meiner Geschichte erreichen konnte, bete ich dafür, dass mir das die Last meiner Schuld ein klein wenig erleichtern möge.

Quelle: wariscrime.com

Hier noch ein Artikel der bestens zu diesem Thema passt

Richter aus Pennsylvania zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt



Kategorien:Hinter den Kulissen der Macht, Medien bloßgestellt

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