Kinder WEGGENOMMEN in schockierendem Sondereinsatz

http://www.hslda.org/hs/international/Germany/201308300.asp

30. August 2013

Übersetzung: Patrizia

Bild 4

Um 8 Uhr morgens am Donnerstag, dem 29. August 2013, hat ein Team von 20 Sozialarbeitern, Polizeibeamten und Sonderermittlern in einer Aktion, die man nur als „brutal und bösartig“ bezeichnen kann, den Wohnsitz einer Familie nahe Darmstadt gestürmt, die ihren Kinder Bildung durch Heimschulunterricht ermöglicht (Homeschooling). Sie haben mit Gewalt alle vier Kinder der Familie im Alter von 7 bis 14 Jahren weggebracht. Der Grund hierfür war, daß die Eltern, Dirk und Petra Wunderlich, damit fortgefahren sind, ihre Kinder weiter durch Heimschulunterricht zu bilden, unter Missachtung eines deutschen Gesetzes zum Verbot von Heimschulunterricht.

Die Kinder wurden an einen unbekannten Ort verbracht. Die Offiziellen versprachen den Eltern drohend, daß sie ihre Kinder „so bald nicht mehr“ wiedersehen würden.

HSLDA (Home School Legal Defense Association, Gesellschaft zur Verteidigung von Heimschulunterricht vor Gericht, Anm.d.Übers.)  hat die Gerichtsdokumente eingeholt und übersetzt, die diese Gewaltanwendung, die Wegnahme der Kinder, erlaubten. Der einzige rechtliche Grund für diese Aktion war die Fortführung des Heimunterrichts der Kinder. Die Papiere beinhalten keine weiteren Vorwürfe, wie Misshandlung oder Verletzung von Sorgfaltspflichten. Darüber hinaus hat Deutschland nicht einmal behauptet, daß erzieherischer Missbrauch hinsichtlich einer adäquaten Ausbildung vorliege. Dieses Gesetz ignoriert den Ausbildungsfortschritt des Kindes;  – Anwesenheit und Nichtlernen ist der Gegenstand dieses deutschen Gesetzes.

Richter König, ein Darmstädter Familienrichter, unterzeichnete mit seiner Unterschrift am 28. August die sofortige Wegnahme von Dirk und Petra Wunderlichs Kindern. In Anbetracht der Tatsache, dass die Eltern nicht „mit den Behörden zusammenarbeiteten und ihre Kinder zur Schule schickten“, hat der Richter ebenfalls Gewaltanwendung, wenn nötig, „gegen die Kinder“ angeordnet, da eine solche Maßnahme berechtigt sei weil die Kinder „die Meinung ihrer Eltern übernommen haben“ bezüglich des Heimunterrichts und „keine Kooperation erwartet werden könne“ weder von den Eltern noch von den Kindern.

Staatliche Verwahrung

Im Oktober 2012 hatten staatliche Beamte der Jugendhilfe im Auftrag eines deutschen Gerichts amtliche Verwahrung der Wunderlich-Kinder angeordnet, basierend lediglich auf der Tatsache, daß die Familie ihre Kinder selber unterrichte.  Der deutsche Anwalt Andreas Vogt hat im Auftrag der Wunderlichs ein Berufungsgericht bemüht und konnte eine sofortige Wegnahme der Kinder erreichen. Gestern aber, als die Familie in aller Ruhe ihren Heimunterricht begann, hat das Klingeln an der Tür ihr Leben auf den Kopf gestellt.

Dirk Wunderlich beschrieb die erschreckenden Ereignisse:

„Ich schaute aus dem Fenster und habe eine große Anzahl Menschen gesehen, Polizei und Sonderermittler, alle bewaffnet. Sie teilten mir mit, daß sie hineinkommen und mit uns sprechen wollten. Ich versuchte Fragen zu stellen, aber innerhalb von Sekunden waren Polizeibeamte im Besitz eines Rammbocks und wollten die Tür aufbrechen, also habe ich geöffnet“, sagte er zu HSLDA.

„Die Polizei stieß mich in einen Sessel und wollte mich zunächst nicht einmal einen Telefonanruf machen lassen“, sagte er. „Es wurde chaotisch, als sie mir sagten, sie hätten Anweisung, die Kinder mitzunehmen. Bei jeder Bewegung haben mich die Beamten gepackt als sei ich ein Terrorist. So was würde man niemals in so einer ruhigen, friedlichen Stadt erwarten. Es war wie in einer Szene aus einem Science Fiction-Film. Unsere Nachbarn und die Kinder wurden von diesem Überfall traumatisiert.“

Ein Zuhause suchen

In den letzten vier Jahren hat HSLDA über die Geschichte der Wunderlichs berichtet, wie sie von Land zu Land zogen in der Europäischen Gemeinschaft, auf der Suche nach einem Ort, an dem sie leben und ihre Kinder in Freiheit selber unterrichten konnten. Obwohl sie eine Zuflucht vor der Verfolgung wegen Heimschulunterrichts fanden, konnte Herr Wunderlich keine Arbeit finden, so daß die Familie im letzten Jahr nach Deutschland zurückkehren musste.

Die Familie ließ sich mit einiger Beklommenheit nahe Darmstadt, ungefähr 30 km südlich von Frankfurt nieder. Es ist Pflicht, daß sich alle Bewohner Deutschlands bei ihren lokalen Behörden anmelden müssen. Kurz nachdem sich die Familie in der Stadt angemeldet hatte, haben die Behörden ein Strafverfahren eingeleitet aufgrund von unentschuldigten Fernbleibens von der Schule, und wenige Monate später hat das „Büro der Jugendhilfe“ eine Verwahrung der Kinder angeordnet. Dennoch hat das Gericht die Kinder bei den Eltern belassen, da sie dort gut behandelt wurden und die Eltern sich gut um sie kümmerten. (siehe auch “Come Peacefully Now or by Force Later”).

Die Behörden haben sogar die Pässe der Kinder eingezogen und machten es der Familie somit unmöglich zu fliehen – was die Verletzung einer Anzahl von ihnen zustehenden Menschenrechten der Europäischen Menschenrechtsabkommen darstellt, sagte HSLDA-Vorsitzender und Gründer Michael Farris.

„Das Recht von Heimschulunterricht ist ein Menschenrecht“, sagte Farris. „Ebenso wie das Recht, sich frei bewegen und das Land verlassen zu können. Deutschland hat in gröbster Weise die Rechte dieser Familie verletzt. Die kürzliche Wegnahme dieser wunderbaren, unschuldigen Kinder ist die ungeheuerliche Handlung eines Schurkenstaates.“

Das Recht der Eltern, darüber zu entscheiden, wie ihre Kinder ausgebildet werden, ist ein Menschenrecht höchster Ordnung, sagte Farris. „Die Verfassung der Vereinigten Staaten ist nicht die einzige, die das Recht von Eltern hochhält zu entscheiden, wie sie ihre Kinder auszubilden wünschen. Deutschland hat zahlreiche  Menschenrechtsverträge unterzeichnet, die das Recht von Eltern anerkennen, eine Erziehung anzubieten, die von öffentlichen Schulen abweicht, damit die Kinder im Sinne der religiösen Überzeugungen der Eltern ausgebildet werden können. Deutschland hält sich schlichtweg nicht an seine Pflichten, die aus diesen Verträgen resultieren oder an seine Pflichten als freie Demokratie“, sagte Farris. „HSLDA und ich werden alles in unserer Macht Stehende tun um dieser Familie zu helfen, die Obhut über ihre Kinder wiederzuerlangen und sicherzustellen, daß sie vor dieser Verfolgung sicher sind. Dieser Fall zeigt eindeutig, warum der Asyl-Fall Romeike so wichtig ist. Familien in Deutschland brauchen einen sicheren Ort, wo sie ihre Kinder in Frieden ausbilden können.“

Bild 6„Die kürzliche Wegnahme dieser wunderbaren, unschuldigen Kinder ist die ungeheuerliche Handlung eines Schurkenstaates.“ Mike Farris
HSLDA Gründer, internationaler Rechtsexperte

„Am Boden zerstört“

Nach dem Überfall sagte Dirk Wunderlich dem HSLDA-Direktor für Internationale Angelegenheiten, Mike Donelly, dass er und seine Frau am Boden zerstört seien.

„Das sind gebrochene Menschen“, sagte Donelly. „Sie sagten, sie fühlten sich wie absolut zerstört. Sie seien bis ins Mark erschüttert und schockiert von diesem Ereignis. Sie sagten mir aber auch, dass sie ihrem Gewissen folgten und ihrem Glauben. Obwohl sie wenig Vertrauen in den deutschen Staat haben, haben sie sehr viel Vertrauen in Gott. Dies ist eine inspirierende und mutige Familie.“

„Ich kämpfe bereits seit Jahren für deutsche Freiheit für Heimschulunterricht“, fuhr er fort, „und ich hatte gehofft, daß sich die Dinge in Deutschland verändert haben, nachdem es einige Zeit her ist, dass Brutalität in diesem Ausmaß stattgefunden hat. Aber ich habe mich geirrt.“

„Mike Farris und ich haben Zeit mit den Wunderlichs verbracht bei der ersten globalen Heimschul-Konferenz in Berlin im November 2012“,  sagte Donelly weiter. „Sie sind eine wunderbare Familie und ihre Kinder sind wahre Schätze. Sie sind wirklich Menschen in geordneten Verhältnissen, die das tun, was Millionen von Menschen hier in den Vereinigten Staaten jeden Tag tun.“

„Wie lange noch?“

„Meine Frage an die politische Führung in Deutschland ist: Wie lange noch werden Sie diese Art von brutalem Vorgehen zulassen, die gegen deutsche Familien verübt wird?“ sagte Donnelly. „Warum ist es so wichtig für Sie, die Menschen mit Gewalt in Ihre staatlichen Schulen zu zwingen? Das Echo dieses Vorgehens erinnert an eine dunkle Zeit in der deutschen Geschichte. Wann werden Führungspersönlichkeiten aufstehen und Veränderungen durchsetzen, damit diese Brutalität gegen Kinder wie die Wunderlichs, die nichts weiter tun, als sich zu Hause unterrichten zu lassen, ein Ende hat? Gibt es denn keinen deutschen Staatsmann in ganz Deutschland, der aufsteht und etwas für das Recht tut?“

Wunderlich sagte, daß seine 14-jährige Tochter Machsejah mit Gewalt aus dem Haus gebracht wurde. „Als ich raus kam sah ich unsere Nachbarin, die weinend alles beobachtet hatte. Ich sah, wie meine Tochter von zwei Polizeibeamten hinausgebracht wurde, als sei sie eine Kriminelle. Sie waren überhaupt nicht freundlich. Als meine Frau versuchte, meiner Tochter einen Kuss zu geben und sie zu umarmen, stieß einer der Sonderermittler sie grob mit dem Ellbogen aus dem Weg und sagte, „Dafür ist es zu spät“. Was für eine Regierung handelt auf diese Art und Weise?“

Nachdem die Kinder weggebracht waren, wurde die Familie „eingeladen“ zu einem Treffen mit dem verantwortlichen Leiter, Herrn Behnis. Die Wunderlichs stimmten dem Treffen zu und wurden von ihrem Anwalt begleitet, Andreas Vogt, der so schnell wie möglich eintraf, nachdem er die Nachricht erhielt.

Als die Eltern fragten, wann sie in einer Anhörung die Wegbringung ihrer Kinder anfechten könnten, wurde ihnen gesagt, sie hätten zu warten, bis der ordnungsgemäße Richter aus dem Urlaub zurück sei. Vogt sagte HSLDA, daß die Behörden wenig Mitgefühl zeigten. Vogt ist zu einem entscheidenden Anwalt in der deutschen Heimschulunterricht-Bewegung geworden, der viele aktive Fälle vertritt. Er hat einige vor das Oberste Bundesgericht gebracht, bisher ohne Erfolg.

Petra Wunderlich sagte, dass ihr Herz gebrochen sei. „Wir sind erschöpft. Wir brauchen Hilfe. Wir kämpfen, aber wir brauchen Hilfe“, sagte sie.

Sie können unseren Kampf für die Wunderlich-Familie unterstützen, indem Sie für den Homeschool Freedom Fonds spenden.

Bild 4HSLDA-Gründer und Vorsitzender Mike Farris trifft die Wunderlich-Familie während der Global Home Education-Konferenz in Berlin im Oktober 2012.
Farris bittet Heimschul-Praktizierende offizielle deutsche Stellen zu kontaktieren im Namen der Wunderlichs.

Offizielle deutsche Stellen kontaktieren

Argumentationshilfen:

  • Sie sind schockiert und bestürzt über die deutschen Aktionen, wo ein Einsatzkommando eingesetzt wird um die Wunderlich-Kinder wegzubringen.
  • Ein UN-Berichterstatter hat Deutschland für sein scharfes Vorgehen gegenüber Heimschülern kritisiert in seinem Bericht von 2006 über das deutsche Ausbildungssystem (siehe Paragraphen 62 und 93 (g) des Berichts).
  • Die deutschen Behörden sollten die Wunderlich-Kinder sofort zu ihren Eltern lassen
  • Deutschland sollte umgehend sein Gesetz ändern, Heimschulunterricht zu erlauben, und seinen Verpflichtungen nach Internationalem Recht nachkommen.

Deutsche Botschaft in Washington, D.C.
(202) 298-4000
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Schulamt—Frau Christa Lettau
Staatliches Schulamt
z. Hd. Frau Christa Lettau
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Tel. (+49-6151) 36 82-411
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Jugendhilfe—Herr Behnis
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Jugendhilfe
Erziehungshilfe
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Herr Harms
r.harms@ladadi.de
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Fax (+49-6151) 881-42 74

Familiengericht—Richter Markus Malkmus und Richter König
Amtsgericht Darmstadt
Familiengericht
z.Hd.  Herrn Markus Malkmus
Postfach 1109 51
64224 Darmstadt
DEUTSCHLAND

Quellen

Farris: Germany Breaking Pledge to Protect Rights

Für weitere Menschenrechtsargumente besuchen Sie TheBerlinDeclaration.org.

Sie können unseren Kampf für die Wunderlich-Familie unterstützen, indem sie für den Homeschool Freedom Fonds spenden.



Kategorien:BRD Gerichtsbarkeit, BRD Rechtslage, Hinter den Kulissen der Macht, News, Rechtssysteme bloßgestellt

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4 replies

  1. Will ich mir gar nicht vorstellen …

  2. From France, here is Marie, woman et mother, free and proud, with all my compassion and love for Wundernich family !!! How can I help them? What ca n I do, write, say, where how ??? Please if there is something I can do tell me ! ❤

  3. Es ist für mich unbegreiflich. Immer wieder gehen schwere Fälle von Kindesmissbrauch, Kindesmisshandlungen und Vernachlässigungen durch die Medien Die Behörden „glänzen“ in diesen Fällen durch Nichtstun, kümmern sich nicht oder erst viel zu spät. Auch in Fällen „normalen“ Schuleschwänzens passiert nicht viel.
    Hier soll offensichtlich mit großem Personalaufwand ( seltsam, immer wieder verhungern Kinder und sterben an Folgen von Misshandlungen, das wird dann mit „Personalmangel“ und „Überarbeitung“ entschuldigt.) ein Exempel statuiert werden. Das ganze auf dem Rücken diieser armen Kinder, das so oft beschworene „Kindeswohl“ scheint hier keine Rolle zu spielen.

  4. Hat dies auf deutschland-luege rebloggt und kommentierte:
    Deutschland ist ein Staat der von Verbrechern Regiert wird. Egal wer gerade Regiert ob Schwarz oder Rot. Mir tun die Kinder Leid. Was die nun durchmachen, kann man sich gar nicht vorstellen.

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