Endlich mal wieder eine kraftvolle Stimme für die Freiheit.

Geschrieben von Maria Lourdes – 24/08/2013

Nach der Lektüre dieses Artikels dürften die meisten Leser nur eines denken: Möge das alles doch, bitte, nicht wahr sein!

Die hier akribisch und unbestechlich vorgelegte Faktensammlung zur Lage der Nation zeigt: Die große Mehrheit der Bürger unseres Landes lebt ganz augenscheinlich in einem eigenwilligen Zustand der schwersten politischen und gesellschaftlichen Realitätsverweigerung. Die bange Hoffnung der lichten Momente, alles werde so schlimm schon nicht sein oder sich jedenfalls irgendwie schmerzlos wieder fügen, diese Hoffnung muss an den harten Wirklichkeiten brechen.

Die verbreitete Illusion von einer – natürlich politisch korrekten – Herstellung allgemeinen Weltenglücks wird an diesen zusammen-getragenen deutschen Realitäten zerschellen.

“Fremd im eigenen Land”,  geschrieben von Farlion Lunkwitz bei farlion.com

Von Mitte der 70er bis Anfang der 80er besuchte ich eine Realschule. In der 6. Klasse bekamen wir das Fach Politik, es war grausam, der Lehrer unfähig. In der 7. Klasse jedoch änderte sich das. Der Lehrer, den ich da bekam hatte Klasse und wusste wovon er redet. Er war schon älter, hatte die Nazi-Zeit noch mitbekommen. Und er war weise, er hatte aus der Geschichte gelernt.

Eins der Themen bei ihm war die DDR. Er erklärte uns damals was Propaganda ist und wie sie funktioniert, zeigte uns anhand einiger Tageszeitungen wie auch bei uns Propaganda gemacht wurde. 

nichtsgewusstAls die RAF mit ihrer Terrorwelle begann und die Politik damals nach der großen Überwachung rief, warnte mein Politiklehrer. Er erzählte uns von der Gestapo im dritten Reich, von der Stasi in der DDR und beschrieb uns, wie die Menschen auf der Basis von Lügen und vermeintlicher Sicherheit von Politik, Polizei und Geheimdienst in Angst gehalten werden. Er schärfte uns damals ein, dass wir immer wachsam sein müssten und später, wenn wir dann mal wählen dürften, dafür sorgen müssten, dass es bei uns nie so weit kommt.

„Ein Staat, der alles über seine Bürger wissen will, wird dieses Wissen irgendwann gegen die Bürger einsetzen.“, warnte er immer. „Denn wenn die Informationen da sind wird es auch immer Politiker geben, die sie nutzen wollen.“

Wir haben es damals zwar gehört, einige von uns haben es auch verstanden, so richtig vorstellen konnten wir es uns aber nicht.
Erst einige Jahre später, als ich das erste Mal als frisch ausgebildeter, junger Berufskraftfahrer in die DDR fuhr, um dort für meinen Arbeitgeber Restholz zu holen, wurde mir bewusst was mein alter Lehrer meinte. Wo immer ich hin kam waren die Menschen zwar freundlich, aber Gesprächen über Politik und Wirtschaft wurde aus dem Weg gegangen.

Als ich auf einem Sägewerk einmal warten musste, weil die Container noch nicht voll waren, unterhielt ich mich mit ein paar Arbeitern über die Arbeitsverhältnisse. Ich wunderte mich über die primitive Arbeitsbekleidung, in verwaschenem Graublau oder Graugrün und über die völlig veralteten Maschinen. Als ein Arbeiter Fotos von einem unserer Sägewerke sehen wollte, schaute er sich erst um, ob auch keiner beobachtet was er da macht. Erst da wurde mir klar, was mein Lehrer damit meinte wenn er vor einem Überwachungsstaat sprach.

Als in der DDR die Proteste gegen Honecker, Mielke und ihre Spießgesellen losgingen war ich beeindruckt und drückte den Demonstranten die Daumen. Ich dachte in meiner Naivität, dass Deutschland damit dieses Kapitel hinter sich gelassen hat.

Nach dem Zusammenbruch der DDR begann ich dann international etwas weitläufiger zu fahren, denn der innerdeutsche Verkehr war nie mein Traum. Ich fuhr Hilfsgüter durch Kriegs- und Bürgerkriegsgebiete, sah viele Regionen auf der ganzen Welt, wo die Menschen unterdrückt und bespitzelt wurden. Und ich freute mich jedes Mal, wenn ich wieder nach Hause kam, wo alles besser war.

Aber in den letzten Jahren hat sich mein Empfinden Deutschland gegenüber geändert. Ich erlebe, wie die Politik wieder einmal in Richtung Totalüberwachung abdriftet. Nach und nach kommt heraus, dass die Bürger über 60 Jahre lang von der Politik verschaukelt, belogen und verkauft wurden – in beiden Teilen Deutschlands und im wiedervereinigten Deutschland. Und die Äußerungen von Friedrich und Pofalla in der letzten Woche zeigen, dass sich dort auch nichts verändern wird.

Dann unterhalte ich mich mit Menschen auf der Straße und stelle fest, es ist ihnen egal. Wichtig sind die zwei Autos in der Garage. Wichtig ist, wie die Fußballmannschaft am Wochenende spielt. Und überhaupt, Schuld an allem sind die Ausländer, die Arbeitslosen, die Raucher, die Fleischesser, die Vegetarier, die Linken, die Anarchisten, die Umweltschützer, die Autofahrer, die Radfahrer, die Kranken, die Behinderten, die Homosexuellen, die Andersdenkenden und machen könne man ja ohnehin nichts, außerdem hätte man ja nichts zu verbergen.

JournalistDann sehe ich Journalisten, die eigentlich aufschreien müssten, denn gerade ihr Berufsstand basiert auf Vertraulichkeit und Quellenschutz. Aber sie schweigen, unkritisch. Wie Kühe auf der Weide das Gras, kauen sie zweimal, dreimal die gleichen Agenturmeldungen wieder und machen sich dann lieber auf die Suche nach einem Sommerlochthema, obwohl wir kein Sommerloch hätten, wenn sie ihren Job machen würden.

Ich sehe Tech-Blogger, die sich einmal kurz darüber echauffieren, dass Microsoft, Apple und Google Daten an die NSA weitergeben und teilweise sogar absichtlich Schlupflöcher für die amerikanischen Geheimdienste in ihre Software integriert haben, um nur einen Tag wieder darauf zu verweisen, wie geil doch das neue iPhone, die Xbox oder wer weiß was ist, was eins dieser Unternehmen gerade wieder rausbringt.

Wir werden überwacht, die Maschen des sozialen Netzes bekommen immer größere Löcher, Löhne und Arbeitsbedingungen werden immer schlechter, Industrie, Wirtschaft und Großkapital werden von geld- und machtgeilen Politikern hofiert und der durchschnittliche Deutsche tut so, als würde ihn das alles nicht betreffen. Wer denkt denn heute schon an die Rente? Ist ja noch sooo lange hin und bis dahin wird der Politik schon was einfallen oder?

Dass der Politik schon lange nichts mehr einfällt, weil es den Politikern total egal ist was zwischen zwei Wahlen passiert, das blenden die meisten aus. Immer mehr Menschen fallen in die Armut, arbeiten für Hungerlöhne, werden aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, weil sie es sich nicht leisten können. Mieten explodieren, die Gentrifizierung vertreibt die Ärmeren in Ghettos, aber fast alle schauen weg.
Das schon heute demokratische Grundrechte mit Füßen getreten, mit Tonfas geschlagen und mit Pfefferspray geblendet werden, das interessiert nicht, denn die Meisten haben ja noch nie eine Demo besucht, das könnte ja anstrengend sein, außerdem ist doch Bundesliga…

Matrix MorpheusIch komme mir manchmal vor wie in einer Light-Version von Matrix nur mit dem Unterschied, dass die Menschen hier nicht gewaltsam unter Drogen an Schläuchen gehalten werden, sondern dass sie sich aus Dummheit und Denkfaulheit freiwillig zu willigen Sklaven einer herrschenden Minderheit machen lassen.

Irgendwann wird das ein ganz übles Ende nehmen und wenn es so weit ist und wieder die Masse der Deutschen aufsteht und sagt:

„Wir haben nichts davon gewusst“, dann werde ich aufspringen und schreien „Ihr verdammten Arsch….er wusstet alles! Ihr wart nur zu faul, etwas dagegen zu tun!“

Ein Staat, der alles über seine Bürger wissen will, wird dieses Wissen irgendwann gegen die Bürger einsetzen. So war es immer und so wird es immer sein. Und wer meint, er würde nie etwas zu befürchten haben, weil er ja immer die Klappe gehalten habe, der sollte sich darüber klar sein, dass das auch in der Vergangenheit schon nicht geklappt hat.

Ich fühle mich nicht mehr heimisch hier. Ich wurde zwar in Deutschland geboren, meine Vorfahren waren Deutsche, ich habe deutsche Papiere aber mein Land ist es nicht mehr. Ich fühle mich fremd hier und ich bin froh, dass mein alter Lehrer das Glück hat, dieses Deutschland nicht auch noch erleben zu müssen.

Quellen:

Träum weiter, Deutschland – Politisch korrekt gegen die Wand. Vor den scharfen Analysen des Publizisten und Querdenkers Günter Ederer ist niemand sicher. In seinem neuen Buch entlarvt er unsere Neigung, sich bei Themen wie Bevölkerungsrückgang, Staatsverschuldung, unbezahlbare Sozialsysteme, Klimawandel oder Bildungsmisere von Ideologien, Wunschträumen und Staatsgläubigkeit leiten zu lassen – und erklärt, warum wir mit dieser Haltung Deutschland an die Wand fahren. Aber er liefert auch Lösungsmöglichkeiten, die in anderen Ländern erfolgreich erprobt werden – und die weniger Staat und mehr Freiheit und Eigenverantwortung bedeuten. hier weiter

Jetzt geht’s los! Wir sind diejenigen, auf die wir immer gewartet haben! Doch was kann jeder Einzelne von uns tun, um mit einer Welt Schritt zu halten, die sich immer rascher verändert? Sind die Machthaber der Erde denn nicht schon viel zu mächtig und die Überwachungsstrukturen zu flächendeckend, als dass man noch irgendetwas ausrichten könnte? hier weiter

Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen – Wer regiert eigentlich die Welt? Seit der Finanzkrise 2008 offenbart es sich dem Interessierten zunehmend, dass mächtige Gruppen die Verursacher der Finanzkrise und gleichzeitig deren Profiteure sind. Wer sind diese Interessengruppen, die im Hintergrund die Fäden ziehen? Was passiert mit Politikern, die nicht mitspielen wollen? hier weiter

Droht auch uns die totale Überwachung per RFID-Chip? Der “Krieg gegen den Terror” führt Polizei, Militär und Geheimdienste immer öfter ins rechtliche Niemandsland. Westliche Regierungen arbeiten am Modell eines globalen Weltpolizeistaates, in dem die Bürgerrechte bei Bedarf eingeschränkt werden können. Gedanken und Pläne sogenannter “Risiko-oder Wutbürger” (Das bist Du – genauso wie ich) sollen schon frühzeitig erkannt werden. hier weiter

Langzeitlebensmittel zur Krisenvorsorge – Was essen Sie, wenn die Geschäfte geschlossen oder leer sind? Im Krisenfall werden die Supermärkte binnen weniger Stunden leer sein. Ein Lebensmitteldiscounter schlägt sein Sortiment in der Regel alle zwei Tage komplett um. Das Bundesamt für Zivilschutz empfiehlt seit vielen Jahren, dass jeder Haushalt über einen Vorrat von mindestens zwei Wochen verfügen sollte. Dabei geht die Behörde nur von lokalen Ereignissen wie einer Überschwemmung oder einem Lawinenabgang aus. Wir stehen aber vor weitaus größeren Gefahren durch die weltweite Finanzkrise. hier weiter

Die Geschichte der Bundesrepublik ist noch nicht geschriebenEin Staat, der sich eine Demokratie nennt, aber das demokratische Prinzip der Gewaltenteilung untergräbt, die Grundrechte aushebelt, in dem er seine Bürger heimlich bespitzelt und überwacht, und diesen dann auch noch die Möglichkeit nimmt, sich rechtlich dagegen zur Wehr zu setzen; ein Staat, dem die Staatsraison wichtiger als die postulierten Freiheitsrechte seiner Bürger ist. hier weiter



Kategorien:Politik

Schlagwörter:

2 replies

  1. Eine kräftige Stimme kann auch Herr Mollath gebrauchen

    Unfassbar:
    Freistaat Bayern schickt Mollath saftige Rechnung für 7 Jahre Miete und psychologische Betreuung in Höhe von 282813 Euro

    http://www.der-postillon.com/2013/08/freistaat-bayern-schickt-mollath.html?m=1

  2. „Endlich mal wieder eine kraftvolle Stimme für die Freiheit. “ ??

    Wer von „Demokratie“ redet, der redet nicht von Freiheit, es sei denn, er spricht von einer kooperativen Gesellschaft, und versteht Demokratie als Mittel zur Konsensfindung, in dem keiner ein Nachteil hat bei einer Entscheidung, und nicht als Machtinstrument der Einen gegen die andere Seite! Deswegen halte ich nicht viel von dem Wort „Demokratie“, weil es jeder nach seiner Vorstellung anders auslegt! Statt den Ordner zu benennen, sollte man über den Inhalt reden, da weiß man was gemeint ist!

    Man sollte also sehr vorsichtig sein, „Demokratie“ mit Freiheit zu assoziieren, denn dann könnte man auf das Wort Demokratie gänzlich verzichten, und das wäre dann tatsächlich mal ein Ziel für Veränderer, Freiheit (keiner wagt das Wort mehr auszusprechen)!

    LG

Alle Kommentare werden moderiert und grundsätzlich einmal täglich freigegeben. Wenn du deinen Kommentar nicht sofort siehst, wurde er wahrscheinlich noch nicht geprüft. Wir geben jedoch keine Garantie, dass jeder Kommentar freigegeben wird. Fairness, Respekt und ein freundlicher Umgangston sollten sich für die Kommentatoren von selbst verstehen. Um allen ein übersichtliches Lesen und Verstehen der Kommentare zu ermöglichen, bitte themenbezogen und/oder im Austausch mit anderen Kommentatoren posten. Auch für Kommentare mit allgemeinen Weisheiten, Musikvideos, themenfremden Links o.ä. geben wir keine Garantie auf Freigabe, vor allem bei Wiederholung.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: