Geheimdienstskandal: F. Schneider hätte noch ein paar Trümpfe

http://news.rtl.lu/wahlen/news//457225.html

Übersetzung: Claudine

Geheimdienstskandal: F. Schneider hätte noch ein paar Trümpfe

Frank_SchneiderDer Geheimdienstskandal ist wieder da mit einem Interview des früheren SREL-Mann Frank Schneider in der Zeitung „Libre Belgique“. Er hätte noch ein paar Trümpfe.

Der frühere Unter-Chef aus dem SREL droht. Das ist der rote Faden, der sich durch das Interview in der belgischen Zeitung zieht.

Es ist ja bekannt, dass Frank Schneider eine Anklage gemacht hat gegen die Abgeordneten Alex Bodry und François Bausch, auch gegen Marc Colas aus dem Staatsministerium und Jean-Claude Knebeler, früherer hoher Beamter im Wirtschaftsministerium, heute Konsul in New York.

Die einen – Abgeordneten- die haben wohl im SREL-Bericht nicht das geschrieben, was Frank Schneider für richtig hält, bei den anderen zwei hohen Beamten ist es komplizierter, da stehen vage Vorwürfe von Korruption und Spionage im Raum, ohne weitere Details. Aber die Richtung wird trotzdem irgendwie gezeigt: es geht um vermutete dubiose Geschäfte von der Cargolux. Frank Schneider redet in seinem Interview von Flügen in den Iran, von „ Proliferations Risiken“ – das heißt illegaler Waffenhandel – und auch von einem „enormen Zigarettenschmuggel“. Sachen, die zum Teil bekannt sind, weniger bekannt ist aber wer da korrupt gewesen sein soll, also Geld in die eigene Tasche gesteckt hat und wer da spioniert haben soll.

In die Details geht Frank Schneider nirgends, nur Jean-Claude Knebeler knöpft er sich etwas mehr vor. Jean-Claude Knebeler hatte ja vor Frank Schneiders neuer Sicherheits-Firma Sandstone gewarnt, vor allem auch mit dem Argument, Frank Schneider würde da Informationen aus seinen SREL- Aktivitäten benutzen. In diesem Kontext deutet Frank Schneider noch einmal darauf hin, dass Sandstone mit Wissen und Vereinbarung mit den höchsten staatlichen Instanzen gegründet worden war. Es wurde gefragt, warum Jean-Claude Knebeler denn gewarnt hätte. Frank Schneiders Antwort ist sybillinisch:

„ Ich bin jetzt davon überzeugt, dass Herr Knebeler viel mehr Gründe hatte Angst zu haben als ich gedacht hatte, ich habe sensible Informationen mit ihm geteilt.“

Informationen über die Cargolux also und dann: diese Informationen hätten Panik ausgelöst bei Jean-Claude Knebeler. Im Rahmen einer Instruktion, bietet Frank Schneider an, sei er bereit Informationen zu geben „ich kann antworten“. Und dann wieder so ein bedrohlicher Satz: „ich habe sicher noch ein paar Karten zu spielen für meine Verteidigung“.

Auch der Premier bekommt eine Art Drohung, er bekommt quasi gesagt, er solle nicht sagen, er habe sich nicht viel für den SREL interessiert, weil, sagt Frank Schneider „ meine Meinung ist, dass er sicherlich gut informiert war über den SREL.“ Eine Art zu sagen, stellen Sie sich nicht dumm, Herr Premier, ich weiß mehr über alles.

Und wenn Frank Schneider schon dabei ist zu drohen, warnt er auch noch Belgien. Die soll sich bitte schön stark betroffen fühlen durch den Luxemburger Skandal, es würde jetzt Jahre dauern, um zwischen den beiden Nachbarn wieder das alte operationelle Vertrauen aufzubauen.



Kategorien:News, Politik

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