Nicholas Sarkozy mitten in Korruptionsuntersuchung

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Übersetzung: Patrizia

Nicholas Sarkozy mitten in Korruptionsuntersuchung
Er solle 40 Millionen Pfund von Oberst Gaddafi erhalten haben um seinen Wahlkampf zu finanzieren

  • Das französische Gesetz verbietet Präsidentschaftskandidaten, Barzahlungen über 6300 Pfund anzunehmen
  • Spenden sollen „gewaschen“ worden sein durch Banken in Panama und der Schweiz
  • Sarkozy nannte Gaddafi „Bruderführer“ bei umstrittenem Besuch in Paris 2007
  • Früherer Präsident solle 40 Millionen Pfund Schmiergeld akzeptiert haben
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Alte Freunde: mit Erstaunen hat man zugeschaut als Gaddafi bei seinem Staatsbesuch 2007, bei dem Sakozy ihn als „Bruder Führer“ bezeichnete“, seinen Zelt in der Nähe des Elysee Palastes aufgeschlagen hatte.

By Matt Blake and Peter Allen

PUBLISHED: 11:10 GMT, 19 April 2013 | UPDATED: 01:29 GMT, 20 April 2013

Gegen den früheren französischen Präsidenten Nicholas Sarkozy wird formell ermittelt, er solle während seiner Wahlkampfkampagne 2007  40 Millionen Pfund an Schmiergeldern von Oberst Gaddafi erhalten haben, wurde heute enthüllt.

Ein Sprecher des Büros der Staatsanwaltschaft sagte, es wurde eine Untersuchung eingeleitet nach den Anschuldigungen des französisch-libanesischen Geschäftsmannes Ziad Takieddine, gegen den wiederum Ermittlungen laufen wegen Waffenverkäufen nach Pakistan in den 1990er Jahren.

Mr. Sarkozy, 58, sieht, einer richterlichen Quelle zufolge, umfangreichen Anklagen entgegen, einschließlich Bestechung und Korruption, Fälschung, Missbrauch von Firmenvermögen und Vetternwirtschaft.

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Korruptionskampagne? Nicolas Sarkozy schüttelt die Hand dem resignierten politischen Berater der Sozialistischen Partei, Eric Besson bei der Rallye in Dijon 2007

Das französische Recht verbietet es Präsidentschaftskandidaten zwar, Barzahlungen über 6300 Pfund anzunehmen, aber es wird behauptet, dass Gaddafis Spenden mittels Geldwäsche durch Bankkonten in Panama und der Schweiz geflossen sind.

Ein Dokument in arabischer Sprache, das letztes Jahr veröffentlicht wurde, bezieht sich darauf, dass Gaddafi eine „grundsätzliche Vereinbarung zur Unterstützung der Kampagne des Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen, Nicholas Sarkozy, über eine Summe im Wert von 50 Millionen Euro (40 Millionen Pfund) genehmigt habe“.

Ein Bündel von belastendem Beweismaterial ist durchgesickert von älteren Mitgliedern des Nationalen Übergangsrates (National Transitional Council), der Organisation, die Libyen nach der Revolution des Arabischen Frühlings regierte.

Das Geld wurde dann angeblich von Ziad Takieddine, 62, verteilt, der als Mittelsmann zwischen arabischen Gewaltherrschern und französischen Politikern fungierte.

Takieddine wurde am 19. Dezember von dem Pariser Richter Renaud Van Ruymbeke befragt und sagte, dass der Großteil des Geldes zwischen „Dezember 2006 und Januar 2007“ bezahlt wurde, fünf Monate bevor Sarkozy an die Macht kam.

Gaddafis Sohn, Saif-Al Islam Gaddafi, hat ebenfalls darauf bestanden, dass Libyen Sarkozys Wahl finanziere.

Saif-Al Islam, der nun seinem Prozess entgegensieht, sagte: „Sarkozy muss zuerst das Geld zurückgeben, dass er von Libyen für seinen Wahlkampf genommen hat. Wir haben das finanziert.“

Es herrschte Erstaunen als Gaddafi Ende 2007 zu einem Staatsbesuch nach Paris eingeladen wurde.

Er wurde vom französischen Präsidenten als „Bruderführer“ bezeichnet und es wurde ihm erlaubt, sein Zelt neben dem Elysee Palast aufzustellen.

Dies ist ein weiterer Korruptionsskandal, in dem Sarkozy beschuldigt wird, Millionen von illegalem Geld von Liliane Bettencourt, der l’Oreal-Erbin und Frankreichs reichster Frau, angenommen zu haben.

Sarkozy wandte sich zu Beginn des Arabischen Frühlings gegen seinen Freund Gaddafi. Französische Flugzeuge waren die ersten, die in einer brutalen Militärkampagne Gaddafis Panzer angriffen, die damit endete, dass der libysche Führer umgebracht wurde.



Kategorien:Regierungen bloßgestellt

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