Ex-Goldman Sachs-Händler rechnet mit Vorwurf wegen Betrugs, nachdem er sich dem FBI ergeben hat

the_Guardian

in New York

http://www.guardian.co.uk/business

Übersetzung: Patrizia

matthew-taylor-goldman-sachsEs wird erwartet, daß Matthew Taylor sich schuldig bekennt, aufgrund des Vorwurfs von Firmenbetrug wegen Verschleierung einer 8,3 Billionen Dollar-Zukunftswette, die schiefgegangen ist

Ein früherer Goldman Sachs-Wertpapierhändler hat sich am Mittwoch dem FBI gestellt wegen des Vorwurfs, er habe eine 8,3 Billionen Dollar-Zukunftswette verschleiert, die schiefgegangen ist.

Matthew Taylor hat sich den Behörden am Mittwoch um 8.30 Uhr ergeben und erschien zum festgesetzten Termin im Bundesgericht in Lower Manhatten, wo erwartet wird, daß er sich bezüglich Sicherheitskosten schuldig bekennt.

In einem Zivilprozeß im letzten Jahr hat die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) (Waren-Zukunftshandel-Kommission) Taylor des Betrugs an seinem damaligen Arbeitgeber angeklagt, eine Zukunftswette im Dezember 2007 eingegangen zu sein, die in einem Verlust von 118,4 Millionen Dollar endete.

Der CFTC zufolge habe Taylor angeblich gefälschte E-Mini-Futures gehandelt, Verträge, die an den Marktindex gebunden sind und elektronisch auf der Chicagoer Handelsbörse getätigt werden. Angeblich habe er interne Kontrollpunkte umgangen und verschleierte seine Situation indem er seinem Arbeitgeber falsche, mißverständliche und betrügerische Informationen gab, so der CFTC.

„Matt Taylor hat heute die Verantwortung für sein Verhalten übernommen. Die unglücklichen Vorfälle von Ende 2007 waren ein Fehltritt. Er freut sich auf die Aussicht, dies hinter sich zu lassen und sein ansonsten produktives und vorbildliches Leben fortzusetzen“, sagte ein Sprecher seiner Anwaltskanzlei Clayman & Rosenberg.

Im letzten Jahr hatte Goldmann sich einverstanden erklärt, 1,5 Millionen Dollar zu zahlen um die CFTC-Kosten zu begleichen da „es an vernünftig gestalteten Methoden oder Verfahren mangele“, die mißbräuchlichen Handel „erfassten und vorbeugten“. Goldmann verpflichtete sich, seine Kontrollen zu verbessern und wies darauf hin, daß Taylors Geschäfte keinen Einfluß auf Kunden-Fonds hatten.

Die Höhe der Strafe splittete die CFTC-Beauftragten. Bart Chilton, ein demokratischer Beauftragter der Agentur, sagte damals, die Strafe sei zu niedrig.

„Angesichts der ungeheuerlichen Natur dieses Scheiterns, adäquat zu kontrollieren, verbunden mit der großen Zahl von Transaktionsverstößen denke ich, daß die finanzielle Strafe signifikant höher sein sollte um eine ausreichende Bestrafung auszudrücken, wie auch um ein abschreckendes Beispiel für zukünftige illegale Aktivitäten zu zeigen“, sagte Chilton in einer abweichenden Meinung.

Er sagte, er glaube nicht, daß die 1,5 Millionen Dollar-Strafe „annähernd an den Betrag einer ausreichenden Strafe oder Abschreckung heranreiche.“



Kategorien:Banken bloßgestellt, Bankensystem, News

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2 replies

  1. Ein herzliches Hallo an das Wahrheitsteam!

    Vielen Dank für Eure unermüdliche Arbeit beim recherchieren und bearbeiten / übersetzen der themenspezifischen Artikel. Mir war einfach mal so, dies an Euch zu bekunden!

    Eure Website ist als aufrichtige Informationsquelle eine mentale Stütze auf meinem Weg der Wahrheitssuche und ich bin froh, diesen Blog über eine Zufallsrecherche gefunden zu haben.

    Da ich dann noch beim Studieren Eurer Seiten Beiträge mir persönlich bekannter Freiheitskämpfer gefunden habe, fühle ich mich nunmehr nahezu heimisch bei Euch ;-))

    Ich wünsche Euch für alle Zeit Kraft für Eure Arbeit, Zuversicht, allzeit einen stillen Schutzpatron und vor allem Erfolg in der Endkonsequenz des verfolgten Zieles – der Aufklärung als Vorbote der Veränderung!

    Herzlichst

    Euer Sonderberater

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