CNN befasst sich mit den Lügen der Medien und der Politik über den Irakkrieg

23. März http://www.removingtheshackles.blogspot.ca

Übersetzung: Patrizia

Enthüllung und die Anfänge der Wahrheit … von niemand geringerem als CNN, lol!

In diesem Artikel wird vieles nicht gesagt, wie zum Beispiel daß 90 % der globalen Medien im Besitz von 5 Menschen sind, die von den Bankstern und Kabalen kontrolliert werden. Aber dies ist einer der stärksten Hinweise auf die Medien, den ich seit langem gelesen habe, besonders weil er von CNN kommt.

http://www.cnn.com/2013/03/19/opinion/waldman-media-iraq/index.html?hpt=hp_t3

Betrogen, was den Irakkrieg angeht – hat die Presse dazugelernt?

Von Paul Waldman, Special to CNN

updated 10:14 AM EDT, Tue March 19, 2013
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Über den Redakteur: Paul Waldmann ist ein bedeutender Redakteur für The American Prospect und Autor von „Recht zu haben ist nicht genug: Was die Fortschrittlichen vom Erfolg der Konservativen lernen müssen.“ („Being Right Is Not Enough: What Progressives Must Learn From Conservative Success.“) Folgen Sie ihm auf seinem Blog und auf Twitter.

(CNN) – Im Februar 2002, als die Kampagne der Bush-Regierung, Unterstützung zu bekommen für den Überfall auf den Irak, Fahrt aufgenommen hatte, wurde Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bei einer Pressekonferenz zu Andeutungen befragt, ob Saddam Hussein mit Al Qaida gemeinsame Sache mache – ein Schulterschluss, für den es keinerlei Beweise gab.

Rumsfelds Antwort war vielleicht nicht erhellend aber sicherlich denkwürdig. „Berichte, die besagen, daß etwas nicht geschehen ist, interessieren mich immer,“ sagte er, „weil, wie wir wissen, gibt es bekanntes Bekanntes (known knowns), also Dinge, wo wir wissen, daß wir sie wissen. Wir wissen aber auch, daß es bekanntes Unbekanntes (known unknowns) gibt; das heißt, wir wissen, daß es einige Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch unbekanntes Unbekanntes (unknown unknowns), das sind die Dinge, wo wir nicht wissen, daß wir sie nicht wissen.“

Während wir uns dem 10. Jahrestag dieser Invasion nähern, mögen Rumsfelds Grübeleien als hilfreiche Mahnung für die Mitglieder der neuen Medien zu verstehen sein. Wenn die nächste Kriegsdebatte ansteht, sollte unser erster Schritt sein, umsichtig zu prüfen was wir wissen und was wir nicht wissen.

Journalisten müssen sich regelmäßig im Schnelldurchgang mit neuen Themen beschäftigen. Als die Wirtschaft 2008 zusammenbrach, haben viele, die über öffentliche Themen schreiben, festgestellt, daß sie sich viel genauer und mehr als je zuvor mit wirtschaftlichen Dingen befassen. Um einigermaßen intelligent über die Gesundheitsreform von 2009 schreiben zu können, musste man sich auf den neuesten Stand bringen, was den Markt der Krankenversicherer und die Arbeit der Gesundheitsvorsorge anging sowie vieles mehr.

Wenn ein neues Thema naturgemäß schon unklar ist – wie zum Beispiel die Innenpolitik eines Landes, das die meisten Journalisten kaum auf einer Weltkarte finden würden, oder die komplexen Konsequenzen, einen Krieg in einer Region zu beginnen, wo die US-Außenpolitik in der breiten Bevölkerung verschmäht wird – sollten wir mehr als alles andere über unsere persönlichen bekannten Unbekannten (known unknowns) und unbekannten Unbekannten (unknown unknowns) Bescheid wissen.

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Dies ist nicht in 2002 oder 2003 geschehen. Die Kampagne, den Irakkrieg zu rechtfertigen, war eine sorgfältig geplante und geschickt durchgeführte Propaganda-Leistung, und sie hatte Erfolg weil so viele Journalisten und Nachrichtenkanäle sich ihrer einfach angeschlossen haben.

Um den Nachrichtenmedien gegenüber fair zu sein, sie waren gegen eine Regierung, die teuflisch schlaue Techniken einsetzte. Um nur ein Beispiel zu nennen: im Herbst 2002 hat die Regierung Judith Miller von der New York Times eine Story zugespielt, in der es um die Behauptung ging, daß der Irak Aluminiumröhren angeschafft habe, die mit Sicherheit für den Gebrauch in Zentrifugen bestimmt seien um für nukleare Waffen Uran anzureichern.

Die Wahrheit, wie wir später herausfanden, war, daß es kein irakisches Nuklearprogramm gab, und die besagten Röhren sowieso nutzlos dafür gewesen wären. Sie waren bestimmt für konventionelle Raketen. Aber die Regierung wusste, daß diese Exklusivgeschichte zu verlockend für Miller war, um sie nicht aufzugreifen. Aufgrund ihrer Gutgläubigkeit, mit der sie alle falschen Behauptungen der Regierung in dieser Exklusivgeschichte annahm, erschien der Artikel auf der ersten Seite der Times am 8. September.

Vizepräsident Dick Cheney ging am selben Tag zu der Veranstaltung „Meet the Press“ und sagte, „Es ist nun öffentlich, daß er in der Tat versucht hat, und wir waren in der Lage dies zu unterbinden und ihn davon abzuhalten, durch diesen bestimmten Kanal diese Art von Röhren zu beschaffen, die man zum Bau einer Zentrifuge braucht.“ So, die Regierung hatte eine falsche Story in der Times gepflanzt, hat dann diese falsche Story bei NBC zitiert, indem sie die Times dazu benutzte, die Glaubwürdigkeit der Geschichte zu untermauern. Das ist Medienmanipulation auf Jedi-Level.

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Jede große Mediengesellschaft, von der nationalen Zeitung über Fernsehsender-Netzwerke bis zu den Illustrierten, war bis zu einem gewissen Grad daran beteiligt, der Öffentlichkeit unzureichende oder falsche Informationen verkauft zu haben, von Husseins angeblich furchteinflößenden Arsenalen an Massenvernichtungswaffen bis zu den erfundenen Verbindungen zwischen der irakischen Regierung und Al Qaida.

Es war ja nicht so, daß man keinen Journalisten finden konnte, der die offizielle Geschichte in Frage stellte oder der Zweifel an den Behauptungen der Regierung hatte und sich die Mühe machte, die Wahrheit herauszufinden. Das geht immer. Wo immer es eine Geschichte gibt, die die Medien als Ganzes falsch verstehen, gibt es auch immer einen Reporter irgendwo, der sie richtig versteht. Das Problem war, daß diese Stimmen sehr viel weniger zu hören waren und sehr stark an den Rand der nationalen Debatte geschoben wurden.

Selbst innerhalb einiger Verlage gab es Spannungen. Einer der journalistischen Helden dieser Vorkriegszeit war der nationale Sicherheits-Berichterstatter Walter Pincus von der Washington Post, der über den Mangel an Beweisen des Medienrummels der Regierung berichtete. Aber seine Artikel verschwanden in den Tiefen des Blattes, während die Titelseite Schreckensnachrichten über die beängstigenden Bedrohungen aus dem Irak hinaus schmetterte und der Leitartikel die Kriegstrommel schlug. Als er später gefragt wurde, warum seine Geschichten auf die hinteren Seiten rangiert wurden, antwortete Pincus, „Die Post hatte Angst.“

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Und so verhielten sich viele in den Medien. Wenn sich ein Krieg ankündigt, die Flaggen gehießt werden und Andersdenkende als Verräter bezeichnet werden, scheint sich der Mut der Medien zu verdrücken. Was sehr bedauerlich ist, denn wenn die Regierung zum Krieg bläst, sollte dies der Zeitpunkt sein, wo die Medien aggressiver denn je sein sollten, jede Möglichkeit untersuchen sollten, jegliche Fragen stellen sollten, immer und immer wieder, wenn es sein muss. Denn das ist die Zeit, wo die Regierung mit hoher Wahrscheinlichkeit lügt und betrügt. Das war die Zeit, wo wir die Medien am meisten gebraucht hätten und wo ihr Scheitern das größte Unglück war.

Wenn also das nächste Mal Menschen, die in der Macht stehen, einen neuen Krieg beabsichtigen – und das werden sie tun – müssen Journalisten ein paar wichtige Fragen stellen. Wo liegen die Beschränkungen unseres Verständnisses des Landes, das wir überfallen wollen? Was sind die Beweggründe derer, die auf eine Invasion drängen? Welche Beweise bietet die Regierung an um ihre Behauptungen zu rechtfertigen? Gibt es sachkundige Menschen, die dazu im Widerspruch stehen, und was sagen diese? Welche der Behauptungen der Regierung habe ich selber untersucht und welche übernehme ich unbesehen? Was sind die möglichen Konsequenzen einer Militäraktion, gute oder schlechte, und habe ich diese genauestens untersucht? Und im Zusammenhang mit dem Irak, welche Fragen hätte ich gerne gestellt beim letzten Mal?

Das ist selbstverständlich erst der Anfang. Vielleicht sind Lektionen gelernt worden, und das nächste Mal, wenn ein Präsident die Amerikaner warnt, daß wir keine andere Wahl hätten als ein anderes Land zu überfallen wenn wir drohendes Unheil abwenden wollten, sollte die Presse besser daran tun, skeptischer, aufmerksamer und entschiedener zu sein als sie es vor 10 Jahren war. Es würde nichts schaden.



Kategorien:Medien bloßgestellt

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